Bremerhavener Armbrustschütze: "Amoklauf war nicht beabsichtigt"

Nach Schüssen an Bremerhavener Schule: Schütze äußert sich zur Tat

Bild: Privat
  • Mutmaßlicher Täter äußert sich zur Tat
  • Grund für Schulbesuch sei klärendes Gespräch gewesen
  • Untersuchung zu möglicher psychologischer Erkrankung laufe derzeit

Drei Wochen ist es her, dass ein Mann das Lloyd-Gymnasium in Bremerhaven betreten und auf eine Beschäftigte der Schule mit einer Armbrust geschossen hat. Nun hat sich der mutmaßliche Täter über seinen Anwalt zur Tat geäußert: Ein Amoklauf sei nicht beabsichtigt gewesen – und habe "sich auch nicht im Ansatz in der Umsetzung" befunden, teilt sein Rechtsanwalt mit.

Der Mann ist laut Rechtsanwalt seit zwei Jahren nicht mehr Schüler am Lloyd-Gymnasium. Er habe an dem Tag die Schule besucht, um ein klärendes Gespräch führen zu wollen. Grund dafür sei eine Lehrerin gewesen, von der er sich ungerecht behandelt gefühlt habe.

Im Büro des Oberstufenkoordinators habe er gefragt, wo er die ehemalige Lehrerin antreffen könne. Die Auskunft sei ihm verweigert worden, er habe das Gebäude wieder verlassen wollen. Im Sekretariat habe er aus Zufall die Schulsekretärin getroffen. Nach einem kurzen Gespräch kam es zur Tat.

Mutmaßlicher Täter bittet um Entschuldigung

Der Mann bedauere im Nachhinein, was passiert ist. Für sein Fehlverhalten bitte er ausdrücklich um Entschuldigung – auch gegenüber den Schülern und dem Schulpersonal. Untersuchungen zu einer möglichen psychischen Erkrankung des Mannes liefen laut Rechtsanwalt derzeit.

Wieso der Mann eine Armbrust dabei hatte oder an die Waffe gelang und sie zum Gespräch brachte, wird in der Presseerklärung nicht erläutert.

Rückblick: Konsequenzen nach Angriff auf Lloyd-Gymnasium

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. Juni 2022, 19:30 Uhr