Lösung für insolvente Bremerhavener Lloyd-Werft zeichnet sich ab

Durch einen Rettungsring ist ein Werftgelände zu sehen.
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Neuer Eigentümer für Lloyd-Werft könnte bald vorgestellt werden
  • Gespräche sind laut Insolvenzverwalter weit fortgeschritten
  • Übergang für Mitarbeitende in Transfergesellschaft geplant

Für die insolvente Bremerhavener Lloyd-Werft könnte es kurzfristig eine Lösung geben. Darauf hofft der vorläufige Insolvenzverwalter der MV Werften, Christoph Morgen. Er zeigte sich zuversichtlich, für die beiden Standorte des asiatischen Mutterkonzerns Genting in Bremerhaven und Stralsund.

Bereits im März oder April könnten voraussichtlich neue Eigentümer vorgestellt werden, sagte Morgen am Mittwoch am Standort in Wismar. Dort hatte er zuvor die Mitarbeiter über das vorläufige Insolvenzverfahren informiert. Morgen ergänzte im NDR, es gebe außer des Kreuzfahrtschiffes "Global One" in Wismar derzeit keine Beschäftigung in der gesamten Werftgruppe. "Das bedeutet, dass wir für die Standorte Stralsund und Bremerhaven sehr schnell nach neuen Eigentümern suchen wollen und da sehr zuversichtlich sind."

Mögliche Käufer: Stahlbauunternehmen und arabische Investoren

Für die Mitarbeitenden dort werde der Übergang in die Transfergesellschaft geplant, um sie zu qualifizieren und zusammenzuhalten. "Da bin ich aber sehr optimistisch, dass es kurzfristig gelingt, neue Eigentümer zu finden, die dort auch neue Betreiberkonzepte haben", so Morgen. Die Gespräche seien weit fortgeschritten. Als mögliche Käufer für die Lloyd-Werft sind das Bremerhavener Stahlbauunternehmen Rönner und arabische Investoren im Gespräch. Es soll aber weitere Interessenten geben.

Genting selbst hatte vor einer Woche Antrag auf Abwicklung gestellt. Der asiatische Tourismuskonzern ist durch die Corona-Pandemie in Schieflage geraten. Davon sind außer der Bremerhavener Lloyd-Werft mit rund 250 Mitarbeitenden auch die MV-Werften mit vier Standorten in Mecklenburg-Vorpommern betroffen.

Wie geht es mit der Lloyd-Werft in Bremerhaven weiter?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 26. Januar 2022, 13 Uhr