Bremerhavener Lloyd-Werft geht in die Insolvenz

Die Llloyd-Werft in Bremerhaven (Archivbild)
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Lloyd-Werft in Bremerhaven hat Insolvenz beantragt
  • Betroffen sind rund 300 Beschäftigte und Auszubildende
  • Asiatischer Mutterkonzern Genting war in Krise geraten

Die Bremerhavener Lloyd-Werft hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das hat das Bremerhavener Amtsgericht buten un binnen bestätigt. Der Lloyd-Mutterkonzern Genting war in die Krise geraten und hatte am Vormittag angekündigt, Insolvenz für die MV-Werften in Mecklenburg-Vorpommern zu beantragen.

IG Metall-Chefin zeigt sich schockiert

Am Morgen wurde der Insolvenzantrag für die Bremerhavener Lloyd-Werft eingereicht und ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Betroffen sind laut Gewerkschaft IG Metall rund 300 Beschäftigte und Auszubildende. Bremerhavens IG Metall-Chefin Doreen Arnold bezeichnete die Nachricht als schockierend. Die Bemühungen der letzten Tage seien vergeblich gewesen, der Schritt zum Amtsgericht unumgänglich.

Hoffnung auf Kaufinteressenten für Lloyd-Werft

Vogt: "Man hat die Beschäftigten in Geiselhaft genommen"

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Für die Lloyd-Werft gebe es seit Langem Kaufinteressenten. Sie hoffe nun, dass diese Möglichkeiten entsprechend geprüft werden und der Standort eine Perspektive habe. Das Bremerhavener Stahlbauunternehmen Rönner hatte bereits Interesse an der Werft bekundet. Dem Vernehmen nach gibt es auch Interessenten aus dem Ausland.

Keine Einigung über staatliche Beihilfen für Mutterkonzern

In den vergangenen Tagen hatten sich die Genting-Geschäftsführung und die Bundesregierung nicht über staatliche Beihilfen für die Werften in Mecklenburg-Vorpommern einigen können. Am Nachmittag tagt der Finanzausschuss des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu dem Thema, ebenso die IG Metall.

Wie geht es mit der Lloyd Werft in Bremerhaven weiter?

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 10. Januar 2022, 13 Uhr