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Warum in Bremerhaven aus Containern eine riesige Kinoleinwand entsteht

Im Schaufenster Fischereihafen in Bremerhaven werden Container aufeinandergestapelt.

Kino im Hafen in Bremerhaven

Bild: Radio Bremen | Felicia Lemke
  • In Bremerhaven steigt am Wochenende das Openair-Cinema "Kino im Hafen"
  • Aus 20 Überseecontainern wird eine Leinwand errichtet
  • Gezeigt werden die Filme "Cinema Paradiso" und "Hugo Cabret"

Im Schaufenster Fischereihafen in Bremerhaven entsteht momentan etwas Großes. Oder anders gesagt: Auf der maritimen Meile bauen gerade Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks aus 20 Überseecontainern eine riesige Kinoleinwand auf. Allein um den Projektor unterzubringen, werden schon drei Container gebraucht, damit nach zweijähriger Corona-Pause am Wochenende wieder die Kulturveranstaltung "Kino im Hafen" steigen kann.

Was genau ist "Kino im Hafen"?
Seit 1996 ist "Kino im Hafen" eine jährliche Openair-Tradition in Bremerhaven. Veranstalter des langen Filmwochenendes unter freiem Himmel, bei dem freitags und samstags jeweils ein Filmklassiker gezeigt wird, ist das Kulturamt Bremerhaven.

"In den letzten Jahren hatten wir 6.000 bis 7.000 Besucher", sagt Steffi Dunkel vom Kulturamt. Die Organisatorin hofft, dass trotz der Corona-Pandemie ähnlich viele Menschen wie früher die Filme schauen werden.
Muss man für die Vorstellungen Eintritt zahlen?
Nein, Eintritt muss keiner gezahlt werden. Wer mag, kann sich Klappstühle und Decken mitbringen oder auch ein Picknick veranstalten. Möglich ist es aber auch, sich für 45 Euro einen Liegestuhl zu buchen. Im Preis enthalten sind dann auch Verzehrbons über 15 Euro, die an den Ständen eingelöst werden können.

Wer noch eine Schippe drauflegen will, der bucht sich einen Strandkorb. Der kostet für zwei Personen zwar 150 Euro, in dem Preis sind aber auch pro Gast zwei Verzehrbons für je 15 Euro enthalten.
Welche Filme werden gezeigt?
Das Motto in diesem Jahr lautet: "Es lebe das Kino." Am Freitag wird daher "Cinema Paradiso" gezeigt. Der italienische Film stammt aus dem Jahr 1988 und erzählt die Geschichte eines sizilianischen Dorfes und seines Kinos. Der 155-minütige Streifen habe laut Dunkel vermutlich "eine der schönsten Kuss-Szenen, die die Filmgeschichte je zustande gebracht hat".

Am Samstag läuft schließlich der Fantasy-Streifen "Hugo Cabret" der auf dem Kinderbuch "Die Entdeckung des Hugo Cabret" basiert. In dem Film, den Meisterregisseur Martin Scorsese verantwortet, wächst der Waisenjunge Hugo im Pariser Bahnhof auf und versucht, im Laufe der Handlung ein Familiengeheimnis zu lüften.

Einlass ist an beiden Tagen um 18 Uhr, allerdings dauert es dann noch ein wenig, bis die Filme beginnen. Dafür muss nämlich erst die Sonne untergehen, was etwa um 22 Uhr der Fall ist.

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Autor

  • Dirk Bliedtner Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Läuft, 3. August 2022, 15:15 Uhr