Der Hafenumschlag im Land Bremen steigt fast auf Vor-Corona-Niveau

Am Containerterminal in Bremerhaven warten Container auf ihre Abfertigung.
Das Bremerhavener Containerterminal. Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • Die Häfen in Bremerhaven und Bremen haben sich erholt
  • Sie haben acht Prozent mehr Container umgeschlagen
  • Laut Speditions-Sprecher liegt das auch am Nachholbedarf vieler Unternehmen

Die Häfen im Land Bremen können etwas aufatmen: Sie haben im Umschlag im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Von Januar bis Oktober 2021 haben Bremerhaven und Bremen 4,2 Millionen Standardcontainer umgeschlagen – das ist ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Außerdem haben die Häfen damit fast wieder den Umschlag aus der Zeit vor der Corona-Pandemie erreicht.

Getrieben wird das Geschäft derzeit vor allem von Importen aus China und anderen Fernost-Ländern. Die Nachfrage danach sei groß, denn viele Unternehmen hätten jetzt Nachholbedarf, sagte Robert Völkl vom Verein Bremer Spediteure. Als Beispiele nannte er Möbel und Sportgeräte.

Autoumschlag legte zu – aber nur gebremst

Auch der für Bremerhaven wichtige Autoumschlag legte 2021 wieder zu. Von Januar bis Oktober wurden über Bremerhaven 1,3 Millionen Fahrzeuge verschifft. Hier bleibt der Abstand zu der Vor-Corona-Zeit aber noch groß, hier lag die Zahl bei knapp zwei Millionen Fahrzeugen. Darüber, wann diese Zahlen wieder erreicht werden, will das Hafenressort noch keine Prognose abgeben. Eines der Probleme seien aber die weltweiten Lieferengpässe bei den Autoherstellern.

Um die Häfen für die Zukunft wettbewerbsfähiger zu machen, plant das Ressort in den nächsten Jahren Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro, vorwiegend für neue Kajen. Außerdem verhandelt Bremen derzeit mit Hamburg über mögliche Kooperationen beim Betrieb der Häfen beider Bundesländer.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 31. Dezember 2021, 15 Uhr