Diese Lockerungen will der Bremer Senat heute auf den Weg bringen

Feiernde Menschenmenge in grünem Licht
Ab dem 4. März wird es auch in Clubs wieder Livemusik zu hören geben. Bild: DPA | Zoonar | Max

Offene Clubs und Diskos, 3G in Gastronomie und Hotels, bis zu 25.000 Gäste im Stadion: Diese Bund-Länder-Beschlüsse für die Zeit ab dem 4. März will der Senat heute besiegeln.

Die ersten Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen, die Bund und Länder am 16. Februar verabredet haben, sind in Bremen bereits in Kraft. So gab es schon am Wochenende keine Kontaktbeschränkungen mehr für Geimpfte in Bremen. Auch gelten für den Einzelhandel keine 2G-Beschränkungen mehr.

Jetzt muss der Senat den zweiten von insgesamt drei großen Öffnungsschritten in eine Verordnung gießen, jenen, den Bund und Länder für die Zeit ab dem 4. März planen. Die Bremische Bürgerschaft könnte einer entsprechenden neuen Verordnung noch in der laufenden Woche zustimmen.

Weicht Bremen Warnstufen-System auf?

Wie aus Insider-Kreisen verlautete, möchte der Senat, zumindest vorerst, eigentlich an dem bestehenden Bremer Corona-Warnstufen-System festhalten. Um dieses System aber mit den Bund-Länder-Beschlüssen in Einklang zu bringen, müssen die Senatorinnen und Senatoren heute zumindest Ausnahmeregeln von diesem Stufensystem beschließen. Diese betreffen insbesondere die Gastronomie und die Hotellerie.

So soll nach dem Beschluss von Bund und Ländern ab dem 4. März die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) in der Gastronomie und in den Hotels greifen, sodass auch umgeimpfte Personen wieder Zugang zu Gaststätten und Hotels bekommen. Es erscheint denkbar, dass der Senat die 3G-Regel aber auch für Sportstätten und Kultureinrichtungen wieder einführen wird.

Bremens Warnstufen-System in seiner jetzigen Form sieht erst in Warnstufe 1 die 3G-Regel für Hotellerie, Gastronomie, Kultur und Sportstätten vor. Derzeit aber gilt in Bremen und in Bremerhaven die deutlich schärfere Warnstufe 3, die Ungeimpfte weitgehend vom öffentlichen Leben ausschließt.

Clubs und Diskotheken mit 2G-Plus

Ungewissheit herrschte in den vergangenen Tagen unter Bremer Club- und Diskotheken-Betreibern. Zwar sieht der Bund-Länder-Beschluss vor, dass diese ab dem 4. März mit der 2G-Plus-Regel wieder öffnen dürfen. Unklar aber war, ob möglicherweise zusätzliche Corona-Maßnahmen wie eine Maskenpflicht, Kapazitätsbeschränkungen oder Abstandsregeln hinzu kämen. Das wird voraussichtlich nicht so sein. Der Senat wird wahrscheinlich beschließen, dass die Clubs, Diskotheken und Festhallen nach der 2G-Plus-Regel und ohne weitere Auflagen am 4. März werden öffnen dürfen.

Großveranstaltungen für bis zu 25.000 Besucher

Für das Heimspiel des SV Werder gegen Ingolstadt hatte Bremen bereits 15.000 Zuschauer zugelassen. Ab dem 4. März sollen bundesweit bis zu 25.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Großveranstaltungen erlaubt sein. Dann jedenfalls, wenn die Teilnehmerzahl nicht 75 Prozent der Kapazitäten des Veranstaltungsorts überschreitet. Bei Großveranstaltungen im Innern sollen die Obergrenzen bei 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie bei einer maximalen Auslastung von 60 Prozent liegen. Auch dies muss der Senat in der neuen Verordnung festschreiben.

Ungewiss ist derzeit, ob Bremen den Zugang zu solchen Veranstaltungen an die 2G-Plus-Regel oder an die 2G-Regel koppeln wird. Der Bund-Länder-Beschluss lässt diese Frage offen. Vor dem Hintergrund der generellen Lockerungstendenzen erscheint wahrscheinlich, dass sich der Bremer Senat für die 2G-Regel anstelle der 2G-Plus-Regel bei Großveranstaltungen entscheiden wird.

Wann und wie wird gelockert? Das haben Bund und Länder beschlossen

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 22. Februar 2022, 19.30 Uhr