Bremer Friedenspreis verliehen

Aktivistinnen und Aktivisten erhalten Bremer Friedenspreis

Bild: Radio Bremen
  • Bremer Friedenspreis 2022 verliehen
  • Verleihung wurde auf Mai verschoben
  • Preisträgerinnen und Preisträger erhalten jeweils 5.000 Euro

Mit dem Internationalen Bremer Friedenspreis sind am Freitagabend Aktivistinnen und Aktivisten aus Deutschland und Griechenland ausgezeichnet worden. Die Stiftung "Die Schwelle" vergab die mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Auszeichnung. Die Preisträger waren im Oktober bekannt gegeben worden, wegen der Corona-Pandemie wurde die Verleihung auf Mai verschoben.

Münchener Autorin für Initiative geehrt

Als "Friedensarbeiterin an der Basis" wurde die Übersetzerin und Autorin Jacqueline Flory aus München geehrt. Sie setzt sich seit dem Jahr 2015 mit einer Initiative in Syrien und dem Libanon für die Schulbildung geflüchteter Kinder ein. Der aus der Initiative entstandene Verein "Zeltschule" betreut nach Angaben der Stiftung 30 Schulen und mehr als 7.000 Kinder im Libanon und Syrien.

Den Preis für den "Friedensbotschafter im öffentlichen Leben" bekam der katholische Theologe Clemens Ronnefeldt, der sich nach Stiftungsangaben seit Jahrzehnten für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Der Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes sei auch durch seinen Blog zu einer wichtigen Informationsquelle für engagierte Menschen geworden.

Gruppe "Lesvos Solidarity" hat Geflüchteten geholfen

Ebenfalls geehrt wurde die heutige Nichtregierungsorganisation "Lesvos Solidarity". Im Jahr 2012 begann die Initiatorin Efi Latsoudi mit Freiwilligen und Einheimischen, auf der griechischen Insel Lesbos Lebensmittel an Geflüchtete zu verteilen. Die Gruppe richtete eine Unterkunft für Schutzbedürftige her und arbeitet nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Seit dem Jahr 2016 ist "Lesvos Solidarity" als Nichtregierungsorganisation erfasst.

Mit dem Internationalen Bremer Friedenspreis würdigt die Stiftung "Die Schwelle" Menschen und Organisationen, die sich für soziale Gerechtigkeit, interkulturelle Verständigung oder nachhaltigen Umgang mit der Natur einsetzen. Alle zwei Jahre werden eine Initiative und zwei Einzelpersonen ausgezeichnet – sie erhalten jeweils 5.000 Euro.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. Mai 2022, 19.30 Uhr