Bremens Klinikverbund Geno rechnet mit 45 Millionen Euro Verlust

Ein Schild der Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen

Bremens Klinikverbund Geno rechnet mit 45 Millionen Verlust

Bild: Radio Bremen
  • Gesundheit Nord rechnet in diesem Jahr mit einem Minus
  • Geno-Geschäftsführung begründet Verlust mit Mehrkosten durch die Pandemie
  • Bremer Klinikverbund bleibt auf staatliche Zuschüsse angewiesen

Die Bremer Krankenhausgesellschaft Gesundheit Nord rechnet in diesem Jahr mit einem Minus von 45 Millionen Euro im operativen Geschäft. Dies bedeutet, dass die Ausgaben die Einnahmen der Kliniken deutlich übersteigen. Das hat die Geno-Geschäftsführung vor dem Haushalts- und Finanzausschuss der Bremischen Bürgerschaft erklärt.

Zusätzlich zu den 45 Millionen Euro will die die Geno-Leitung weitere gut 15 Millionen Euro Zuschuss beantragen, um zahlungsfähig zu bleiben. Geschäftsführerin Dorothea Dreizehnter begründet das Minus unter anderem mit Mehrkosten, die durch die Corona-Pandemie entstanden seien. Dieses Minus von etwa 60 Millionen Euro im Haushalt der Kliniken muss Bremen ausgleichen. Der Klinikverbund ist damit weiter auf Zuschüsse angewiesen.

Rund 140 Stellen abgebaut

Gleichzeitig verfolgt die Geno-Geschäftsführung einen Sparkurs, um den Klinikverbund in Zukunft wirtschaftlich besser aufzustellen. In den vergangenen zehn Monaten wurden rund 140 Stellen abgebaut – bei Ärzten, beim Küchenpersonal, aber auch in der Verwaltung. In der Pflege dagegen wurden keine Arbeitsplätze eingespart. Dennoch geht die Geschäftsleitung davon aus, dass in den kommenden zwei Jahren weitere Zuschüsse von insgesamt 80 Millionen Euro nötig werden.

Ärzte schlagen Alarm: Versorgung in Bremer Kinderkliniken gefährdet

Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. Oktober 2021, 19 Uhr