Straßenbahn in Bremens Martinistraße? Schaefer warnt vor Kosten

  • Mobilitätssenatorin Schaefer zeigt sich offen für Debatte über Innenstadt-Entwicklung.
  • Koalitionspartner SPD fordert überraschend offensiv eine Verlegung der Straßenbahn in die Martini-Straße.
  • Schaefer war immer gegen die Pläne: Sie erwartet Kosten im zwei- bis dreistelligem Millionenbereich.

Nachdem die Bremer SPD die Verlegung der Straßenbahn von der Obern- in die Martinistraße gefordert hat, zeigte sich Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) diskussionsbereit. "Ich signalisiere Offenheit", sagte sie buten un binnen. Sie begrüße eine Debatte um die Innenstadtentwicklung. Es sei Konsens, dass die Bremer City aufgewertet werden soll.

Die Bremer SPD fordert eine Machbarkeitsstudie. Man wolle sich den Vorschlag genau angucken, so Schaefer weiter. Sie gab aber mehrere Punkte zu bedenken: "Die Leute wollen möglichst bis in die Geschäfte reinfahren und nicht noch viele Hundert Meter zu Fuß laufen." Das müsse ohnehin mit allen Koalitionspartnern besprochen werden.

Schaefer: Bürger müssen hohe Kosten zahlen

Schaefer warnte vor allem auch vor den Kosten. Bei der Verlegung der Straßenbahn gehe es vor allem um Steuergelder der Bremer Bürgerinnen und Bürger. "Die BSAG hat jetzt schon einen zweistelligen Millionenbetrag ausgerechnet, dass ist nur die Verlegung." Sie gehe insgesamt von einem zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag aus Steuergeldern aus, den die Bremerinnen und Bremer bezahlen müssten.

Schaefer verwies auch auf die Verkehrsversuche in der Martinistraße, die jetzt in die letzte Phase gehen. "Wir werden mehr Platz für Fußgänger haben, mehr Platz für Fahrradfahrer, aus vier Spuren machen wir zwei Spuren für den Autoverkehr", erklärte die Senatorin. Dann würde es für Autos und eine Straßenbahn wohl zu eng.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 3. November 2021, 19:30 Uhr