Bremer Senat beschließt Aufnahmeprogramm für Menschen aus Afghanistan

Menschen stehen mit afghanischen Flaggen auf dem Bremer Marktplatz.
Bild: Radio Bremen | Mischa Wahed
  • Bundesinnenministerium muss Bremer Vorschlag zustimmen
  • Senatsbeschluss sieht keine Höchstgrenze vor
  • 3.800 Menschen aus Afghanistan leben im Land Bremen

Die Bremer Landesregierung hat ein Aufnahmeprogramm für Familienangehörige von afghanischen Flüchtlingen beschlossen. Afghaninnen und Afghanen, die eine Aufenthaltserlaubnis und ihren Wohnsitz in Bremen haben, dürfen danach Angehörige hierher holen.

Jetzt muss noch das Bundesinnenministerium dem Aufnahmeprogramm zustimmen, teilte die Bremer Innenbehörde mit. Der Beschluss müsse mit dem Asylrecht übereinstimmen und dafür sei der Bund zuständig. Eine Höchstgrenze, wie viele afghanische Angehörige nach Bremen kommen dürfen, soll es laut Senatsbeschluss nicht geben.

3.800 Menschen aus Afghanistan im Land Bremen – viele in Angst

Nach Angaben der Linken-Bürgerschaftsfraktion leben im Land Bremen rund 3.800 Afghaninnen und Afghanen. Viele hätte berechtigte Angst um die Sicherheit ihrer Familien im Ausland. Es sei ein Gebot der Menschlichkeit, so die Linken, es ihnen leichter zu machen, ihre Angehörigen zu sich zu holen. Allerdings müssen sie, so der Senatsbeschluss, hier in Bremen für ihre Verwandten aus Afghanistan Wohnraum bereitstellen und für deren Lebensunterhalt aufkommen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 21. Dezember 2021, 16 Uhr