Bildungssenatorin: Schülerzahlen bringen Bremen an finanzielle Grenze

 Schülerinnen und Schüler gehen vom Schulhof hintereinander ins Schulgebäude.

Senatorin Aulepp rechnet wegen hoher Schülerzahl mit steigenden Kosten

Bild: DPA | Arne Dedert
  • Bildungssenatorin spricht von finanzieller "Riesenherausforderung"
  • Zahl der Schülerinnen und Schüler im Land ist gestiegen
  • Aulepp erwartet die Ankunft weiterer Kinder aus der Ukraine

Bremens Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) hat vor steigenden Kosten wegen der unerwartet hohen Zahl an Schulkindern gewarnt. Viele Kinder von Geflüchteten könnten nicht in der Regelschule unterrichtet werden und besuchten stattdessen Vorkurse und Willkommensschulen. "Das ist auch finanziell natürlich eine Riesenherausforderung, weil wir die Menschen beschäftigen wollen, die mit den Kindern lernen und arbeiten, weil wir die Räume finanzieren müssen, in denen das stattfindet", sagte sie.

Aulepp erwartet, dass noch mehr Kinder kommen werden – allein aus der Ukraine insgesamt 2.500 bis 3.000 Kinder und Jugendliche. Sie betonte, dass Gespräche über die Finanzierung folgen müssten. Bildung sei ein Menschenrecht, "das können wir den Kindern nicht vorenthalten", mahnte sie.

Sie forderte, die Einstellungsbedingungen für Lehrkräfte im Land zu ändern. Das betreffe unter anderem im Ausland erworbene Abschlüsse. So sollten etwa ukrainische Lehrkräfte Unterricht mit ukrainischen Kindern gestalten dürfen, sagte Aulepp.

Da werden wir die Schulen als Arbeitsort auch für Menschen öffnen müssen, die wir aufgrund ihrer Qualifikation bislang nicht haben einstellen können.

Bremens Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD)

Wie Bremen den Fachkräftemangel an Schulen in den Griff bekommen will

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 21. September 2022, 6 Uhr