Polizei geht gegen Neonazi-Netzwerk vor – auch Razzia in Niedersachsen

Polizeibeamte gehen auf ein Gebäude zu.

Polizei geht gegen Neonazi-Netzwerk vor – auch Razzia in Niedersachsen

Bild: DPA | Sebastian Gollnow
  • Bundesweite Razzien gegen Rechtsextreme
  • Auch im niedersächsischen Munster kam es zu einem Einsatz
  • Keine Razzia in Bremen

Polizeiermittler gehen seit dem Morgen gegen verschiedene mutmaßliche Rechtsextremisten vor. In insgesamt elf Bundesländern, unter anderem auch in Niedersachsen, wurden mehr als 60 Objekte durchsucht. An den Razzien war auch die Spezialeinheit GSG9 beteiligt. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Ehemaliger Offiziersanwärter aus Munster unter den Verdächtigen

Die Aktion richtet sich gegen 50 Beschuldigte – vier von ihnen wurden bereits festgenommen. Sie bewegen sich im Umfeld einer Kampfsportgruppe aus dem thüringischen Eisenach. Laut Spiegel teilen sich die Ermittlungen in insgesamt fünf einzelne Verfahren auf und konzentrieren sich auf die Anhänger eines verzweigten Neonazi-Netzwerks. Einer der Verdächtigen soll ein ehemaliger Offiziersanwärter aus dem niedersächsischen Munster sein. In Bremen hat es demnach keine Razzien gegeben.

Laut Bundesanwaltschaft waren dem Einsatz Ermittlungen seit 2019 vorausgegangen. Diese richteten sich insbesondere gegen die "Atomwaffen Division" (AWD), den deutschen Ableger einer in den USA gegründeten rechtsextremistischen Gruppierung.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 6. April 2022, 9 Uhr