Geheimnisvolle Suchaktion bei Posthausen: Das vermutet ein Profiler

Axel Petermann
Axel Petermann arbeitete viele Jahre als Fallanalytiker bei der Bremer Polizei. Bild: Radio Bremen | Tammo Jans

Mit viel Aufwand durchsuchte die Bremer Polizei in den vergangenen Tagen ein Feld. Fallanalytiker Axel Petermann schätzt, dass menschliche Überreste gesucht werden.

Der Bremer Profiler Axel Petermann vermutet hinter der massiven Polizeiaktion auf einem Feld bei Posthausen einen "bedeutenden Grund". Je schwerwiegender der Verdacht ist, etwas zu finden, desto größer der Aufwand, sagte Petermann zu buten un binnen. Und der Aufwand war groß: Tagelang haben Polizisten mit Baggern, Spürhunden und Metalldetektoren das Feld durchsucht. Der Grund sei eine Straftat hieß es. Mehr Infos gab es seitens der Polizei nicht.  

Fallanalytiker Petermann kennt sich nach eigenen Angaben vor allem mit Tötungsdelikten aus. Gerade beim Aufklären solcher Delikte komme es stark auf Spuren am Tatort an. Bei der Aktion in Posthausen vermutet Petermann, dass es sich um die Suche nach einem vermissten Menschen handelt könnte.

Ein Grund für die These: der Einsatz von Spürhunden. Die Tiere können besonders gut riechen. Ihr Einsatz bei Posthausen kann laut Petermann darauf hindeuten, dass nach menschlichen Überresten gesucht wird.

Beweise vermutlich tief in der Erde versteckt

Würde man nach Beweismitteln an der Oberfläche suchen, würde man laut Petermann zudem filigraner vorgehen und nicht mit Baggern den Bereich umgraben. Metalldetektoren hingegen zeigen metallische Dinge an – beispielsweise eine Tatwaffe. Von der Suche mit den Detektoren verspreche man sich meist, verbuddelte Tatwerkzeuge oder andere metallische Gegenstände zu sichern. 

Ob bei der Aktion allerdings überhaupt etwas gefunden wurde, ist unklar. Bislang hat die Polizei lediglich bestätigt, dass es sich bei dem Einsatz im Bremer Umland um Ermittlungen zu einer Straftat handele und man auf dem Acker nach Beweisen suche.

Bild: Nonstopnews

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 28. Oktober 2021, 19:30 Uhr