Bremer Staatsschutz ermittelt nach Buttersäure-Attacke auf Rheinmetall

Bild: Radio Bremen
  • Büros des Rüstungskonzerns wurden mit Flüssigkeit beworfen.
  • Substanz war höchstwahrscheinlich Buttersäure.
  • Fünf Mitarbeiter mussten in ärztliche Behandlung.

Auf Büros des Rüstungskonzerns Rheinmetall am Bremer Osterdeich ist ein Anschlag verübt worden. Unbekannte Personen warfen laut Polizei einen Behälter mit einer Flüssigkeit gegen die Gebäudefassade. Laut Polizeiangaben handelte es sich sehr wahrscheinlich um Buttersäure.

Verletzte klagten über Unwohlsein, Kopf und Halsschmerzen

Eine Mitarbeiterin des Rüstungskonzerns, die einen beißenden Geruch bemerkt hatte, verständigte die Polizei. Die Einsatzkräfte sperrten daraufhin das Gebiet weiträumig ab. Betroffen war der Bereich zwischen der Lüneburger Straße und der Stader Straße. Neben der Mitarbeiterin klagten vier weitere Angestellte über "Unwohlsein, Kopf und Halsschmerzen", teilte Polizeisprecher Nils Matthiesen mit. Die Verletzten wurden vor Ort von einem Notdienst versorgt.

Ein Bekennerschreiben gibt es nicht. Unser Staatsschutz ermittelt. Wir haben Spuren gesichert, haben Zeugen befragt. Jetzt müssen wir die Ermittlungen abwarten.

Polizeisprecher Nils Matthiesen

Wer für die Tat verantwortlich ist, ist noch unklar. Der Staatsschutz der Bremer Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Schon im März hatten Unbekannte die Villa mit Farbe beworfen. Damals hatte es ein Bekennerschreiben gegeben. "Wir prüfen auch hier Zusammenhänge", sagte Polizeisprecher Matthiesen. "Wir müssen aber die Ermittlungen abwarten."

Bremer Osterdeich nach Anschlag auf Rheinmetall zeitweise gesperrt

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 5. April 2022, 10 Uhr