Lauterbach erklärt rasanten Anstieg an Neuinfektionen in Bremen

Karl Lauterbach bei der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage
Bild: DPA | Frederic Kern/Geisler-Fotopress
  • Starker Anstieg an Neuinfektionen in Bremen und im ganzen Norden
  • Eine Erklärung laut Gesundheitsminister Lauterbach Nähe zu Dänemark und Niederlanden
  • Beide Länder seien derzeit besonders von Omikron betroffen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach beobachtet nach eigenen Angaben eine deutliche Zunahme der Omikron-Variante in Norddeutschland, auch in Bremen. Das sagte der SPD-Politiker den Tagesthemen. "Wir sehen sehr stark steigende Zahlen in Bremen, in Hamburg, in Schleswig-Holstein, auch in Nordrhein-Westfalen", so Lauterbach. Als einen Grund nannte der Minister die Nähe zu Dänemark und den Niederlanden. Beide Nachbarstaaten seien aktuell besonders von Omikron betroffen, so Lauterbach weiter.

Das Gesundheitsressort in Bremen hat für den gestrigen Mittwoch fast 400 neue Corona-Fälle gemeldet. Am Vortag waren es 474 gewesen. Die Behörde erklärte den Anstieg an Corona-Neuinfektionen unter anderem durch die Feiertage. Über Weihnachten sei weniger getestet worden. Jetzt, wo wieder mehr getestet werde, steige die Zahl also wieder. Zudem sei mit Meldeverzögerungen zu rechnen. Lauterbach hatte am Mittwoch bereits als eigene Schätzung mitgeteilt, dass die tatsächliche bundesweite Inzidenz zwei bis drei mal so hoch sein dürfte wie offiziell ausgewiesen.

Tatsächlich wurden über die Weihnachtstage weniger Fälle gemeldet, 202 an Heiligabend, 237 und 175 am 1. und 2. Weihnachtstag. Allerdings war schon zuvor ein starker Anstieg zu beobachten gewesen mit einem damaligen Höchststand von 442 Neuinfektionen am 22. Dezember. Die Gesundheitsbehörde hatte selbst davon gesprochen, dass ein Großteil der neuen Fälle wohl auf die Omikron-Variante zurückzuführen sei.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 30. Dezember 2021, 8 Uhr