Bremer Senat beschließt Baubeginn des Arisierungsmahnmals

Abgesperrte Arkaden an der Tiefer
Bild: Radio Bremen | Christian Bordeaux
  • Baustart des Arisierungsmahnmals ist nach Senatsplänen für Juni vorgesehen
  • Kunstwerk wird bei den Weser-Arkaden errichtet werden
  • Bremer Linke kritisiert fehlende Beteiligung privater Firmen

In Bremen wird ab Sommer das Mahnmal zur Erinnerung an den Raub jüdischen Eigentums während der NS-Zeit errichtet. Der Bremer Senat hat in einer Sitzung am Dienstagvormittag den Baustart des sogenannten Arisierungsmahnmals beschlossen. Voraussichtlicher Baubeginn für das Kunstwerk, um das es langwierige Diskussionen gegeben hat, ist demnach im Juni.

Kosten von einer halben Millionen Euro

Aufgestellt wird das Mahnmal bei den Weser-Arkaden nahe der Wilhelm-Kaisen-Brücke und dem Firmensitz des Speditionsunternehmens Kühne und Nagel. Geplant ist der Bau eines fast sechs Meter hohen leeren Raumes in einer Treppennische, der symbolisch für das geraubte Hab und Gut der Jüdinnen und Juden stehen soll. Die Kosten liegen demnach bei einer knappen halben Million Euro.

Die Bremer Linke kritisiert die fehlende Beteiligung privater Firmen an dem seit Jahren geplanten Projekt. So wies die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Strunge darauf hin, dass Bremer Speditionsunternehmen wie Kühne und Nagel während der NS-Zeit maßgeblich vom Raub profitiert hätten. Daher seien diese nun auch verpflichtet, einen erheblichen Teil der Baukosten zu übernehmen, betonte Strunge.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 1. Februar 2022, 6 Uhr