Bremer Klimacamp muss umziehen – wegen Sanierungsarbeiten

Junge Klimaschützer schlagen vor dem Rathaus ein Camp auf.
Bild: Imago | Eckhard Stengel
  • Klima-Aktivisten verlegen ihr Protestcamp in die Wallanlagen
  • Grund für den Umzug sind Sanierungsarbeiten am Rathaus
  • Camp-Aktion hat vor über einem halben Jahr begonnen

Das Klimacamp zieht im Laufe dieser Woche in die Wallanlagen um. Die Aktivisten campieren schon mehr als einem halben Jahr neben dem Rathaus. Wie eine Sprecherin der Bremer Innenbehörde mitteilte, muss das Lager wegen Sanierungsarbeiten am Rathaus geräumt werden. An dem neuen Standort soll es auch Heizmöglichkeiten für die Bewohner geben. Aus Sicherheitsgründen sei es Voraussetzung, dass die Wärmequelle rund um die Uhr bewacht wird.

Man stehe die Nächte im Zelt mit Schlafsack, mehreren Pullovern und Wärmflasche aktuell noch gut durch, berichtete Aktivist und Camp-Bewohner Stefan. "Wir wollen aber nicht warten, bis wir hier die Zelte von Schnee freischippen müssen." Deswegen käme der Umzug zu einem neuen Standort mit Heizmöglichkeit gelegen. Die Verhandlungen mit den Behörden liefen gut. "Die sind froh, wenn wir aus der Ecke weg sind. Deswegen legen die uns für einen neuen Ort keine Steine in den Weg."

Aktivisten kämpfen nicht nur fürs Klima

Seit mehr als 180 Tagen campieren die Aktivisten vor dem Rathaus direkt unter dem Büro des Bürgermeisters. Die Camp-Bewohner kämpfen dabei nicht nur fürs Klima: Sie wollen auch das Patriarchat überwinden und fordern eine radikale, ökologische, queerfeministische und antikapitalistische Wende. Und sie wollen so lange bleiben, bis gehandelt wird. "Am besten über den Winter, dann merken die Leute, dass wir es ernst meinen", sagte einer der Camp-Bewohner.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 30. Oktober 2021, 9 Uhr