So soll Bremens Bahnhofsumfeld sicherer und attraktiver werden

Bild: Imago | Chris Emil Janßen
  • Bremen will ressortübergreifend das Bahnhofsumfeld sicherer machen
  • Mehr Sozialarbeiter, neue Toiletten sowie restriktive Maßnahmen sind geplant
  • Finanziert werden sollen die Vorhaben mit Bremens Corona-Hilfsfonds

Am Dienstag soll ein neuer "Aktionsplan Hauptbahnhof" im Bremer Senat diskutiert werden. Laut Vorlage, die buten un binnen vorliegt, wollen die Sozialsenatorin, die Gesundheitssenatorin, die Bausenatorin, Justizsenatorin und der Innensenator gemeinsam die Ursachen für Wildpinkeln, Vermüllung, Drogenkonsum und Belästigung von Passanten in Angriff nehmen.

Einige in der Senatsvorlage genannten Maßnahmen sind konkret wie neue Toiletten – momentan gibt es nur mobile Toilettencontainer. Auch die Öffnungszeiten des Treffs für Suchtkranke am Gustav-Detjen-Tunnel sollen von vier auf zwölf Stunden täglich ausgebaut werden. Außerdem soll es mehr Sozialarbeitende für suchtkranke Mütter und Suchtkranke ohne Deutschkenntnisse geben.

Auch restriktive Maßnahmen geplant

In diesem und im kommenden Jahr sollen für diese Maßnahmen rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Finanziert aus dem Bremer Corona-Hilfsfond, so der Entwurf.

Das Papier enthält aber auch restriktive Maßnahmen: Polizei, Ordnungsamt und Bundespolizei sollen gemeinsam härter gegen Drogenhandel, Belästigungen und Verunreinigungen vorgehen. Außerdem wird die Ausweitung der Videoüberwachung am Tivolihochhaus geprüft sowie die Möglichkeit eines Alkohol- und Drogenkomsumverbotes auf dem Bahnhofsplatz.

Innensenator ordnet härteres Durchgreifen am Bremer Hauptbahnhof an

Bild: Radio Bremen

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  • Hauke Hirsinger Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 24. Januar 2022, 19:30 Uhr