Häfen in Bremen jetzt für russische Schiffe gesperrt – mit Ausnahmen

Ein russisches Schiff liegt in Bremen im Hafen.
Bild: Radio Bremen | Sebastian Manz
  • Bremische Häfen ab heute für russische Schiffe gesperrt
  • Sanktion soll russische Reedereien, Schiffsbetreiber und Anteilseigener treffen
  • Seehafen-Verband geht von nur geringer Wirkung aus

Die bremischen Häfen sind ab sofort für Schiffe unter russischer Flagge gesperrt. Damit setzt das Land eine Sanktion der Europäischen Union gegen Russland um. Sie sieht vor, dass EU-weit kein Hafen mehr diese Schiffe aufnehmen darf.

Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) geht davon aus, dass die Sanktionen vor allem die russischen Reedereien, die Schiffsbetreiber und die Anteilseigner empfindlich treffen würden.

Häfenbetreiber sehen geringe Wirkung

Allerdings gilt die Hafensperre nicht für alle Frachter. Ausgenommen sind Schiffe, die medizinische Güter, Lebensmittel und Energie anliefern. Der Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe geht aber davon aus, dass die Wirkung möglicherweise geringer ausfallen wird. Denn die Ladung von russischen Schiffe machen nur einen kleinen Prozentsatz aus. In Bremen hat die Ladung von russischen Schiffen im vergangenen Jahr nur sechs Prozent des Gesamtumschlags ausgemacht.

Dies liegt daran, dass der Seeverkehr in Bremen und Bremerhaven hauptsächlich mit nicht-russischen Schiffen erfolgt, so die Erklärung des Häfenressorts. 

Bremer Häfen werden für russische Schiffe gesperrt

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen EIns, Nachrichten, 17. April 2022, 10 Uhr