Bremer Gesundheitsamt rüstet wegen Omikron-Welle personell auf

Soldaten der Bundeswehr arbeiten im Callcenter eines Gesundheitsamtes.

Bremer Gesundheitsamt rüstet wegen Omikron-Welle personell auf

Bild: Imago | Jochen Eckel
  • Gesundheitsamt erwartet deutlichen Anstieg der Corona-Zahlen im Januar
  • Grund dafür ist das baldige Ferienende
  • Trotz Feiertagen liege ein klares Bild vom Infektionsgeschehen vor

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich auch in Bremen immer weiter aus. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gehen inzwischen sogar fast zwei Drittel aller Neuinfektionen auf die Mutation zurück. Trotz hoher Inzidenzen herrscht in Bremen aber weiterhin die Ruhe vor dem Sturm. Anfangen zu wüten wird die Omikron-Variante dem Gesundheitsamt zufolge nämlich erst nach dem 6. Januar – also jenem Tag, an dem die Weihnachtsferien im Land Bremen enden. "Wir rechnen mit einem deutlichen Anstieg des Infektionsgeschehens in der ersten oder zweiten Woche nach Schulbeginn", sagte Jörn Moock, Leiter des Bremer Gesundheitsamtes, zu buten un binnen.

Um dem Sturm zu trotzen, laufen in der Behörde die Vorbereitungen auf Hochtouren. "Im Bereich der Kontaktnachverfolgung und Meldungen an das RKI führen wir weiteres Personal zu, damit wir gerüstet sind für die Welle, die uns im Januar erwartet", sagte Moock. So habe das Gesundheitsamt allein für Silvester und Neujahr die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt. Unterstützung komme unter anderem aus anderen Ressorts, aber auch von der Bundeswehr.

Damit wir ausreichend gerüstet sind, wird sukzessive immer mehr Personal hinzukommen.

Jörn Moock, Leiter des Bremer Gesundheitsamtes, zu Radio Bremen

Bremen hat "relativ klares Bild" zur Infektionslage

Porträt von Jörn Moock, Leiter des Gesundheitsamts Bremen
Rechnet mit einem zeitnahen deutlichen Anstieg des Infektionsgeschehens: Jörn Moock, Leiter des Bremer Gesundheitsamtes, zu Radio Bremen. Bild: Gesundheitsbehörde Bremen

Aktuell schwanke die Zahl der Neuinfektionen in Bremen zwar "auf einem hohem Niveau", sei aber "im moderaten Bereich", so Moock. Befürchtungen, dass die Meldedaten wegen der Feiertage unvollständig sein könnten, weist er zurück: "Wir haben über die Weihnachtsfeiertage ein gleichbleibendes Testniveau gehabt." Auch die Labore seien nicht an Kapazitätsgrenzen gestoßen, sodass das Gesundheitsamt ein "relativ klares Bild" zur Infektionslage habe.

Auch die Kontaktnachverfolgung habe demnach aufrecht erhalten werden können. Zwar könne es in Einzelfällen vorkommen, dass bei Infektionen das erweiterte Umfeld nicht mehr abgefragt worden sei. In der Regel sei es aber weiterhin der Fall, dass alle Kontakte eine Benachrichtigung erhielten.

Wir waren über Weihnachten da, sind jetzt da und sind auch über Neujahr da.

Jörn Moock, Leiter des Bremer Gesundheitsamtes, zu Radio Bremen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Nachmittag, 30. Dezember 2021, 17:20 Uhr