So wollen Bremen und die Länder künftig bei Corona-Regeln vorgehen

So wollen Bremen und die Länder bei Corona-Regeln künftig handeln

Bild: Radio Bremen
  • Länder wollen in Zukunft auf flächendeckende Maßnahmen setzen.
  • Ob Maskenpflicht in Innenräumen kommt, ist noch unklar.
  • Bund sichert Ländern finanzielle Hilfe wegen hoher Energiekosten zu.

Die Bundesländer wollen sich bei möglichen Verschärfungen der Corona-Regeln künftig eng abstimmen. Das teilte Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) nach der Gesundheitsministerkonferenz mit. Ein bundesweiter Flickenteppich mit unterschiedlichen Regeln soll demnach in Zukunft vermieden werden.

Länder wollen keine Alleingänge mehr

Bernhard sagte nach der zweistündigen Konferenz zu buten un binnen, dass sich die Länder einig darin seien, Alleingänge bei möglichen weiteren Schutzmaßnahmen zu verhindern. In weiteren Gesprächen soll deshalb über künftige Schwellenwerte beraten werden, ab denen die Corona-Maßnahmen dann verbindlich in allen Länder verschärft werden sollen. Auch bei einer möglichen Maskenpflicht in Innenräumen will man geschlossen vorgehen. Die Ressortleiterinnen und -leiter werden demnach eine Arbeitsgruppe bilden, die die Rahmenbedingungen abstecken soll.

Kommt die Maskenpflicht in Innenräumen?

Ob die aktuell geltenden Regelungen zur Maskenpflicht verschärft werden müssen, ist laut Bernhard aber noch unklar. "Wir müssen es davon abhängig machen, wie es sich entwickelt. Wenn die Zahlen weiterhin die Bettenauslastung in die Höhe treiben oder eine neue Variante kommt, dann ja – aber das ist bisher nicht abzusehen", so die Gesundheitssenatorin. Unter anderem hänge das weitere Vorgehen davon ab, wie sich die Lage in den Krankenhäusern entwickele. Einig sind sich die Ministerinnen und Minister jedoch, an einer Maskenpflicht in Bussen und Bahnen festzuhalten.

Zudem hat die Bundesregierung laut Bernhard den Ländern finanzielle Hilfen für die Krankenhäuser zugesichert. Hintergrund sind die Inflation und steigende Energiekosten. Wie viel Geld es gibt und ab wann, sei derzeit aber noch vollkommen offen, so die Gesundheitssenatorin.

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Autor

  • Michael Kück Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 24. Oktober 2022, 19:30 Uhr