Bremer Gesundheitsamt ruft Neuinfizierte meist nicht mehr an

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  • Corona-Kontaktverfolgung findet weiterhin statt
  • Nach positiven Tests gilt Isolation
  • Schutz von vulnerablen Gruppen laut Behörde sichergestellt

Das Bremer Gesundheitsamt schafft es meist nicht mehr, alle neuen Corona-Infizierten telefonisch zu erreichen. Das sagte der Sprecher des Gesundheitsressorts Lukas Fuhrmann buten un binnen. Seit einigen Tagen meldet das Land Bremen immer wieder Neu-Infektionszahlen im vierstelligen Bereich. Die enge Nachverfolgung in besonders vulnerablen Einrichtungen wie Pflegeheimen oder Krankenhäusern sei weiterhin sichergestellt, ergänzt Fuhrmann.

Allerdings bekommen Bremer mit einem positiven Test weiterhin Post vom Gesundheitsamt. Das bedeutet: Alle Corona-Infizierten erhalten vom Bremer Gesundheitsamt ein Quarantäneschreiben und eine Aufforderung, Kontaktpersonen anzugeben. Auch diese Kontaktpersonen erhalten dann anschließend eine Benachrichtigung, so Fuhrmann weiter.

Um auf die Omikron-Welle vorbereitet zu sein hatte Bremen Ende des Vorjahres Amtshilfe der Bundeswehr angefordert. Zehn Soldaten helfen seit dem 3. Januar im Bremer Gesundheitsamt.

Bremer sollen sich nach positiven Test isolieren

"Die Corona-Verordnung des Landes Bremen sieht vor, dass Infizierte und Personen, die Kontakt mit einem Infizierten hatten, sich isolieren beziehungsweise in Quarantäne müssen, sobald sie von dem positiven Ergebnis beziehungsweise vom Kontakt Kenntnis haben", erklärt Fuhrmann. Das gelte für offizielle positive Schnelltests und PCR-Tests. Es müsse also nicht auf die Mitteilung des Gesundheitsamtes gewartet werden. Allerdings müssen Geimpfte und Genesene als Kontaktpersonen nicht in Quarantäne.

Bei einem positiven Selbsttest sollten Bremerinnen und Bremer weiterhin einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung machen. Laut RKI besteht auch dann schon die Empfehlung, die Kontakte zu reduzieren und sich zu isolieren.

Bremerhaven verzichtet auf Erhebung zusätzlicher Daten

Auch in Bremerhaven ist die Kontaktverfolgung sichergestellt und es werden alle positiv Getesteten und deren enge Kontaktpersonen informiert. Die Personen werden telefonisch informiert und erhalten alle erforderlichen Informationen vom Gesundheitsamt, so Volker Heigenmooser, Magistratssprecher der Stadt Bremerhaven. Allerdings werde aufgrund der erheblichen Arbeitsmenge bei einem Teil der Personen auf die Erfassung zusätzlicher Daten verzichtet. Dabei handelt es sich um einen standardisierten Fragenkatalog, wo die Menschen arbeiten und in welchem Umfeld sie sich aufgehalten haben. Diese Informationen müssen nun von den positiv getesteten Menschen nach Aufforderung selbst nachgereicht werden, so Heigenmooser zu buten un binnen.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 11. Januar 2022, 19:30 Uhr