Horten für den Notfall? Diese Vorräte sollten Bremer im Haus haben

Notvorrat
Einen Notvorrat empfiehlt auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Bild: DPA | Jochen Tack

Auf den Notfall vorbereitet zu sein, ist immer eine gute Idee – unabhängig davon, ob gerade in Europa ein Krieg tobt, eine Pandemie wütet oder das Wetter verrückt spielt.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat den Bürgerinnen und Bürgern geraten, einen Vorrat für Krisenfälle anzulegen. "Wenn tatsächlich mal länger der Strom ausfällt oder das tägliche Leben auf andere Art und Weise eingeschränkt wird, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen Notvorrat zu Hause zu haben", sagte Faeser dem "Handelsblatt". Neu ist diese Forderung nicht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät schon lange dazu, einen Notvorrat anzulegen, um so im Notfall etwa zehn Tage überbrücken zu können. Auch Bremen unterstützt das. "Wichtig ist, dass möglichst alle Menschen im Katastrophenfall wie Stromausfall, Stürmen oder Hochwasser gut vorbereitet sind", sagt Rose Gerdts-Schiffler, Sprecherin des Bremer Innenressorts. Darauf hätte Bremen auch bereits vor der Ukraine-Krise hingewiesen.

Wir erklären, welche Vorräte Bremerinnen und Bremer den Empfehlungen nach immer im Haus haben sollten.

1 Eine Getränkemenge von 20 Litern pro Person

Ein Erwachsener muss pro Tag etwa 1,5 Liter an Flüssigkeit zu sich nehmen. Um auch bei der Zubereitung von Nahrung unabhängig von der öffentlichen Trinkwasserversorgung zu sein, sollte ein zusätzlicher Vorrat von einem halben Liter pro Tag angelegt werden. Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Fruchtsäfte und länger lagerfähige Getränke, heißt es.

2 Ausreichend Lebensmittel

Das BKK empfiehlt, einen großen Vorrat an Lebensmitteln anzulegen. Dazu gehören pro Person rund 3,5 Kilogramm an Getreide, Getreideprodukten, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis. An Gemüse und Hülsenfrüchten sollen es sogar vier Kilo sein. Bei Obst und Nüssen sowie Milch und Milchprodukten werden hingegen 2,5 Kilogramm vorgeschlagen. Bei Fisch, Fleisch und Eiern beziehungsweise Volleipulver ist laut BKK eine Menge von 1,5 Kilogramm sinnvoll. Zudem sollte ein etwa 350 Gramm großer Vorrat von Fetten und Ölen vorrätig sein.

3 Wichtige Medikamente

"Beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe findet sich auch eine Liste wichtiger Medikamente", sagt Innenressort-Sprecherin Gerdts-Schiffler. Auf dieser Liste befinden sich gewöhnliche Bestandteile einer Hausapotheke, beispielsweise Mittel gegen Durchfall und Übelkeit oder Wunddesinfektionsmittel. Auch Verbandszeug, Fieberthermometer oder Schmerzmittel sollten demnach vorrätig sein. Zudem wird zum Bevorraten mit Hygienemitteln wie Seife, Zahnpasta oder Toilettenpapier geraten.

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Bild: Radio Bremen

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