BLG, Geno, Flughafen: Riesige Finanzlöcher bei Bremens Beteiligungen

BLG-Gebäude in Bremen
Bild: DPA | Ingo Wagner
  • BLG macht größtes Minus
  • Auch Geno und Flughafen betroffen
  • Bremen muss Zuschüsse mehr als verdreifachen

Die Beteiligungen der Stadt Bremen haben im vergangenen Jahr coronabedingt ein Minus von 173 Millionen Euro eingefahren. Bremen musste den betroffenen Unternehmen deshalb finanziell stärker unter die Arme greifen. Das geht aus dem neuen Beteiligungsbericht von Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) hervor.

Die Gesundheit Nord hatte durch die Pandemie extreme Herausforderungen zu bewältigen. Auch die Gesellschaften, die verkehrliche Aufgaben erfüllen, waren besonders betroffen. Die BSAG verzeichnete ein stark verringertes Verkehrsaufkommen und der Flughafen Bremen einen drastischen Rückgang der An- und Abflüge.

Der Finanzsenator Dietmar Strehl im Interview.
Bremens  Finanzsenator Dietmar Strehl. (Grüne)

Von "teils erheblichen finanziellen Schwierigkeiten" bei bremischen Beteiligungen spricht der Finanssenator in einer Pressemitteilung. Einige Unternehmen habe man vergangenes Jahr gar "vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt". Das größte Minus gab es bei der BLG Logistics Group mit 120 Millionen Euro. Jeweils zweistellige Millionendefizite fuhren BSAG, Flughafen und Krankenhaus-Gesellschaft Geno ein.

Auch viele Bremer Eigenbetriebe machen Verlust

Deshalb musste die Stadt ihre Zuschüsse mehr als verdreifachen – auf knapp 88 Millionen Euro. Finanziert wurde das mit dem Bremen-Fonds, der die Folgen der Corona-Pandemie mildern soll. Auch vielen Bremer Eigenbetrieben – wie Bäder, Museen, Theater, Glocke und Messegesellschaft – sind laut Beteiligungsbericht 2020 die Einnahmen weggebrochen. Hier stiegen die Zuschüsse der Stadt aber nur leicht auf insgesamt 170 Millionen Euro.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. Dezember 2021, 21 Uhr