Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Bremer Bars und Kneipen

Mehrere Menschen stoßen mit Bieren in einer Kneipe an.

Bremen wechselt Donnerstag in Corona-Warnstufe 3

Bild: Imago | Shotshop
  • Bremer Innenressort gibt Corona-Regeln für Kneipen und Bars bekannt
  • In Kneipen gilt weiter die 2G-, in Bars ab Donnerstag die 2G-Plus-Regel
  • Unterschiede zwischen Bars und Kneipen liegen laut Senat im Musik- und Tanz-Angebot

In der Bremer Bar- und Kneipenszene herrscht Verwirrung: Am Dienstag hat das Gesundheitsressort bekanntgegeben, dass Bremen ab Donnerstag in die Warnstufe 3 wechselt. Laut Corona-Verordnung geht mit dieser Warnstufe einher, dass in Kneipen weiterhin die 2G-Regel und in Bars fortan die 2G-Plus-Regel gilt. Für letztere sei die Änderung aber hinfällig, da Bars seit Heiligabend ohnehin schon geschlossen seien. Doch diese Angabe stimmt nicht.

Korrekt ist, dass Clubs, Diskotheken und Festhallen seit dem 24. Dezember nicht mehr öffnen dürfen. Bars hingegen sind von dem Verbot ausgenommen. Auf Nachfrage von buten un binnen bestätigte eine Ressortsprecherin, dass dieser Punkt in der jüngsten Mitteilung nicht korrekt sei. Denn Bars dürften weiterhin öffnen, allerdings seien Betreiber ab Donnerstag zur Einhaltung der 2G-Plus-Regel verpflichtet – also so, wie in der Corona-Verordnung vorgesehen. Was aber eine Bar ist und was sie von einer Kneipe unterscheidet, blieb zunächst unklar. Erst am Abend folgte die Definition des Senats.

Auf Anfrage von Radio Bremen teilte das Innenressort am Mittwoch mit, dass zwischen Diskotheken, Clubs, Festhallen und Bars eine Gemeinsamkeit durch das über das "gastronomische Angebot hinausgehende begleitende Unterhaltungsprogramm" vorliege. Dieses umfasse eine Tanzfläche sowie zum Tanz animierende Musik, die eine "Durchmischung der Gäste" fördere. Wegen der dadurch entstehenden Infektionsgefahr gelte in Bars fortan die 2G-Plus-Regel. Einen Testnachweis müssen demnach auch Geboosterte vorlegen. Für Mitarbeiter wiederum ist wie gehabt die 3G-Regel gültig.

In Kneipen gilt weiterhin die 2G-Regel

Bei einer Kneipe wiederum hielten sich Gäste überwiegend an ihrem Sitzplatz oder an der Theke auf. Musik diene lediglich zur Untermalung des Geschehens – ähnlich wie in Restaurants, in denen die 2G-Regel vorgeschrieben ist. Aus diesem Grund gelte auch in Kneipen die 2G-Regel. Sollte sich ein Gast dennoch zum Hüftschwung aufgefordert fühlen, muss der Betreiber den Tanzdrang unterbinden.

Betreiber, die ihre Bar in eine Kneipe verwandeln wollen, müssen hierfür Folgendes tun: die Tanzfläche absperren oder durch die Bestuhlung umfunktionieren, das musikalische Angebot auf Hintergrundmusik reduzieren und Tanzwillige mäßigen. Ist dies der Fall, gilt die 2G-Regel.

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Autorinnen und Autoren

  • Helge Hommers Redakteur und Autor
  • Katharina Guleikoff

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 28. Dezember 2021, 17 Uhr