Radio-Bremen-Journalisten für Nannen-Preis nominiert

Die Henri-Nannen-Preis Skulptur

Radio Bremen-Journalisten für Henri-Nannen-Preis nominiert

Bild: DPA | Malte Christians
  • Stella Vespermann und Andreas Neumann nominiert
  • Radio-Bremen-Redakteure decken in buten-un-binnen-Fernsehbeitrag Missstände bei der Wohnungsvergabe auf
  • Renommierter Preis wird in knapp zwei Wochen vergeben

Zwei Radio-Bremen-Redakteure stehen in der Endauswahl für den Nannen-Journalistenpreis. Die Journalistin Stella Vespermann und ihr Kollege Andreas Neumann wurden für ihren buten-un-binnen-Fernsehbeitrag "Diskriminierung bei der Wohnungssuche" in der Kategorie "Lokal" nominiert.

Darin hatten sie Missstände bei der Wohnungsvergabe durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft Brebau aufgedeckt. Der Nannen-Preis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Journalistinnen und Journalisten. Er wird in knapp zwei Wochen in Hamburg vergeben.

Zuvor war auch der Kollege Sebastian Manz für den Preis nominiert. Er hat sich jedoch aus dem Nannen-Wettbewerb zurückgezogen. Als Begründung nennt er neue Recherche-Erkenntnisse des NDR-Formats STRG_F. Diese zeigen, dass Nannen während des Zweiten Weltkriegs verantwortlich für zahlreiche antisemitische Flugblätter war. Diese Tätigkeit habe der spätere Stern-Verleger und Namensgeber des Journalistenpreises laut den Recherchen nie vollständig aufgearbeitet und teilweise bewusst verschwiegen.

Was hat sich ein Jahr nach dem Brebau Skandal getan?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 9. Juni 2022, 15 Uhr