Bremerhavener Lloyd Werft: Betriebsrat will Zeichen zur Zukunft setzen

  • Betriebsrat will Belegschaft über Lage der Bremerhavener Lloyd Werft informieren.
  • Am Freitagabend wird Bremens Bürgermeister Bovenschulte auf Werft erwartet.
  • 300 Beschäftigte hoffen auf Übernahme durch Rönner-Gruppe.

Die Belegschaft der Bremerhavener Lloyd Werft setzt auf die schnelle Übernahme der Werft durch die Rönner-Gruppe. Die Hängepartie für die 300 Beschäftigten der Stammbelegschaft müsse endlich ein Ende haben, sagte Betriebsratsvorsitzender Nils Bothen zu buten un binnen. Am Abend wird nach einer Belegschaftsversammlung Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf der Werft erwartet. Er will sich vor Ort über den Stand zur Zukunft der Werft erkundigen.

Der Betriebsrat will die Belegschaft über den aktuellen Stand informieren. Es soll ein deutliches Signal an Genting sein, dass sie sich jetzt festlegen müssen, sagte Betriebsratsvorsitzender Bothen. Die Bremerhavener Rönner-Gruppe hat ihr Kaufangebot für die Werft noch einmal bekräftigt. Offenbar konnten sich Rönner und der asiatische Mutterkonzern, die Genting-Gruppe, aber bislang nicht auf einen Preis einigen.

Genting droht erneut Schließung der Werft an

Bei dem Gespräch mit Bremens Bürgermeister Bovenschulte werden auch der Genting-Vertreter in Deutschland, Carsten Haake, und Gewerkschaftsvertreter der IG Metall erwartet. Genting hatte Anfang des Jahres zunächst angekündigt, die Werft schließen zu wollen. Das zog der Konzern zunächst wieder zurück, verkündete dann aber erneut die drohende Schließung – dieses Mal für März.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 12. November 2021, 6 Uhr