Bremens Bürgermeister: "Werden Impf-Anstrengungen nochmal verstärken"

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Studio von Radio Bremen.
Bild: Radio Bremen
  • Bovenschulte trägt die Beschlüsse von Bund und Ländern mit
  • Nach den Feiertagen sollen noch mehr Impfungen in Bremen möglich sein
  • Stiko empfiehlt Booster-Impfungen jetzt schon nach drei Monaten

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) ist zuversichtlich, dass das kleinste Bundesland in den nächsten Wochen genügend Impfstoff für die Booster-Impfungen zur Verfügung haben wird. Am Dienstag hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) bekanntgegeben, dass sie Auffrischungsimpfungen wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus jetzt schon nach drei Monaten – und nicht mehr wie bisher erst nach sechs – empfiehlt.

Im Moment sieht es so aus, dass genügend Impfstoff da ist. Im Moment sieht es nicht so schlecht aus.

Andreas Bovenschulte (SPD), Bremens Bürgermeister auf Bremen Zwei

Durch die Entscheidung der Stiko kämen auf einen Schlag mehrere 10.000 Menschen hinzu, die Anspruch auf eine Booster-Impfung haben. Es sei klar, dass die Infrastruktur nicht von jetzt auf gleich darauf ausgelegt sei. "Das ist für uns Ansporn", sagte Bovenschulte im Gespräch mit Bremen Zwei. Kurzfristig werde das zwar nicht gelingen. "Über die Feiertage wird es darauf ankommen, überhaupt ein Impf-Angebot machen zu können. Nach den Feiertagen wird es aber mit gesteigerten Anstrengungen weitergehen." Möglicherweise laufe es darauf hinaus, dass künftig alle sechs Monate Auffrischungsimpfungen fällig sind. Das stehe aber derzeit noch nicht fest, sagte Bovenschulte.

Strengere Kontaktbeschränkungen spätestens ab dem 28. Dezember

Bovenschulte nannte die am Dienstag von Bund und Ländern gefassten Beschlüsse "konsequent, aber mit Augenmaß". Er trage die Beschlüsse mit. Spätestens ab dem 28. Dezember gelten auch für Geimpfte und Genesene weitere Kontaktbeschränkungen. Im Gastro- und Kulturbereich gilt weiterhin die 2G-Regel, bei Treffen mit Ungeimpften die Regel ein Haushalt plus zwei weitere Personen. Clubs, Discotheken und andere Räume für Großveranstaltungen müssen spätestens am 28. Dezember schließen.

Bovenschulte wollte auch nicht ausschließen, dass weitere Maßnahmen gegen Omikron ergriffen werden müssen. Man werde die Lage bis Anfang Januar jetzt genau beobachten. Das nächste Treffen von Bund und Ländern ist für den 7. Januar geplant. Er hoffe aber, das mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen ein harter Lockdown verhindert werden könne.

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Man muss die Pandemie ernst nehmen, dann aber mit kühlem Kopf reagieren. Es bringt aber überhaupt nichts, in einen Panikmodus zu verfallen.

Andreas Bovenschulte (SPD), Bremens Bürgermeister auf Bremen Vier

Im Gespräch mit Bremen Vier räumte Bovenschulte auch ein, selbst ein wenig müde zu sein. "Man ist ausgelutscht und freut sich ehrlich gesagt auf das Jahresende." Auf Bremen Eins verteidigte Bovenschulte die gefassten Beschlüsse gegen Kritik von Opposition und Medizinern, die Beschlüsse gingen nicht weit genug. In den Augen von Bovenschulte beinhalten die Beschlüsse massive Einschränkungen auch für Geimpfte.

Bovenschulte: Neue Beschlüsse "sind Vorsichtsmaßnahmen" für Bremen

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 22. Dezember 2021, 7:10 Uhr