Bovenschulte hält Diskussion um Atomkraftwerke für "Scheindebatte"

Andreas Bovenschulte, Bürgermeister von Bremen, spricht auf dem Landesparteitag.

Bovenschulte hält Diskussion um Atomkraftwerke für "Scheindebatte"

Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Unionsparteien haben laut Bovenschulte Energiewende verschlafen
  • CDU und CSU würden mit Atom-Diskussion davon ablenken wollen
  • Bremer Grüne sind nach wie vor gegen Atomstrom

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hält die Debatte um längere Laufzeit von Atomkraftwerken im Kern für eine Scheindebatte. Zu buten un binnen sagte der SPD-Politiker, dass die drei noch verbliebenen AKW bundesweit nur noch sehr wenig zur Stromproduktion beitrügen.

Bovenschulte kritisiert die Forderung von CDU und CSU nach einer Laufzeitverlängerung bei den Atomkraftwerken. Bayern und die Unionsparteien würden damit nur davon ablenken wollen, dass sie in den vergangenen Jahren die Energiewende verschlafen haben. CDU-Chef Friedrich Merz hatte im ZDF erneut eine Verlängerung ins Gespräch gebracht.

Die Bremer Grünen sind nach wie vor gegen Atomstrom. Das grün geführte Bundeswirtschaftsministerium hatte aber angekündigt, die Sicherheit der Stromversorgung erneut zu überprüfen. Diese Ergebnisse wollen die Grünen abwarten, um dann das weitere Vorgehen zu beraten.

Rückblick: Wohin mit dem Atommüll?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 25. Juli 2022, 16 Uhr