"Impfen, impfen, impfen" – doch in Bremen fehlt das Personal

Ein Schild in der Impfstelle Bremen West weist den Weg zu den Impfkabinen.
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Bovenschulte kündigt Ausbau der Impf-Kapazitäten an
  • Gesundheitsbehörde: Im Impfzentrum fehlt Personal
  • Theoretisch wären schon jetzt mehr Impfungen pro Tag möglich

Bremen und Bremerhaven wollen beim Impfen weiter Tempo machen. Vor und nach den Feiertagen ist auch hier angesagt: Impfen, was das Zeug hält. Mehr als 11.000 Impfdosen wurden am Dienstag laut Robert Koch-Institut im Land Bremen verabreicht. Und so soll es in den nächsten Tagen weitergehen.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte am Morgen zu Radio Bremen, dass das Impf-Angebot nach den Feiertagen noch einmal ausgebaut werden soll. Laut des Sprechers der Bremer Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, mangelt es hierfür im Moment jedoch noch am Personal: "Wir verabreichen im Impfzentrum Am Brill im Moment zwischen 3.000 und 3.900 Impfungen pro Tag." Vom Platz und den verfügbaren Impfdosen her, könnten es allerdings bis zu 5.000 sein. Ähnlich viele waren es im Ende Oktober geschlossenen Impfzentrum auf der Bürgerweide. Viele Mitarbeitenden seien verloren gegangen, als Bremen das Impfzentrum in den Messehallen dicht machte.

Im Impfzentrum Am Brill wird auf Puffer verzichtet

Dennoch wurden die Impf-Kapazitäten in Bremen in den vergangenen Tagen und Wochen laut Fuhrmann hochgefahren. So habe man zum Beispiel auf vorher eingeplante Puffer verzichtet, um die maximale Anzahl von Impfungen machen zu können. Das sei auch ein Grund für die Warteschlangen vor dem Gebäude in den letzten Tagen.

Zur Frage, wie häufig künftig eine Auffrischungsimpfung nötig sein wird, kann die Bremer Gesundheitsbehörde noch keine Angaben machen. Die geänderte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), eine Booster-Impfung nun schon nach drei Monaten vorzunehmen, stellt Bremen aber vor eine riesige Herausforderung. "Wir können nicht allen, die jetzt einen Anspruch auf die dritte Impfung haben, zeitnah ein Impfangebot machen. Das ist eine reine Rechengröße", warnt Fuhrmann. Mit Blick auf die immer neuen Varianten des Coronavirus und deren gehäuftes Auftreten in Weltregionen mit niedriger Impfquote sagt Fuhrmann aber auch: "Diese Pandemie wird nicht in Bremen beendet."

Es gibt noch freie Impftermine

Das hält die Gesundheitsbehörde aber nicht davon ab, weitere Impfangebote zu schaffen. So gebe es zum Beispiel am 23. und 30. Dezember noch hunderte freie Impftermine. Außerdem gibt es an diesem Mittwochabend eine "School’s out"-Impfaktion für Jugendliche ab zwölf Jahren. Auch hier gebe es noch ausreichend freie Kapazitäten.

In Bremerhaven ist vor und zwischen den Feiertagen der Impfbus weiterhin im Einsatz. Nur an Weihnachten, Silvester und Neujahr pausiert er. Auch im Umland gibt es teilweise noch vor Weihnachten Impfaktionen oder freie Termine in Impfzentren, beispielsweise im Impfzentrum in Brinkum.

Autorinnen und Autoren

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 22. Dezember 2021, 12 Uhr