Bis 2030 sollen 30 Milliarden Euro in norddeutsche Schienen fließen

Bauarbeiter erneuern Gleise einer Zugstrecke.
Bild: DPA | Uli Deck
  • Bremen schließt Bündnis mit anderen Nord-Bundesländern und der Bahn
  • Ausbau des Schienennetzes soll vorangebracht werden
  • Bremer Mobilitätsenatorin hofft auf schnellere Umsetzung

Bremen schließt zusammen mit den vier anderen Nord-Bundesländern ein Bündnis mit der Deutschen Bahn, um den Ausbau des Schienennetzes zu beschleunigen. Mehr als 30 Milliarden Euro sollen bis 2030 in die Bahn-Infrastruktur der beteiligten Länder fließen.

Die fünf Bundesländer sehen das Bündnis unter dem Namen "Zukunft Schiene Nord" als Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Verkehrswende. Dafür müsse die Bahn attraktiver werden – um Menschen zum Umsteigen zu bewegen. Und um – speziell im Norden – den Güterverkehr für die angebundenen Häfen zu verbessern.

Wir gründen eine Schienen-Hanse. Das Bündnis steht für eine attraktive Eisenbahn in den norddeutschen Bundesländern, für mehr Güter auf der Schiene und den Deutschlandtakt.

Ronald Pofalla, Bahn-Manager

Das Bündnis werde den Ausbau der Infrastruktur länderübergreifend schneller umzusetzen können, hofft Bremens grüne Mobilitätssenatorin Maike Schaefer: Bund, Länder und die Bahn würden hier enger zusammenarbeiten.

Nach der nun unterschriebenen Absichtserklärung wollen die Beteiligten dann im Sommer konkrete Projekte vorstellen, die gefördert werden. Dazu zählen die Elektrifizierung von Bahnstrecken, außerdem eine Reihe von Neu- und Ausbauprojekten. Nicht zuletzt sollen Genehmigungsverfahren beschleunigt abgeschlossen werden.

Von der Allianz pro Schiene, einem Zusammenschluss von Verbänden, die sich der Förderung des Bahnverkehrs verschrieben haben, gab es Lob für die angepeilte engere Zusammenarbeit: "Das angekündigte Bündnis für einen schnelleren Schienenausbau im Norden ist eine gute Nachricht", sagte deren Geschäftsführer Dirk Flege.

Radio Bremen Meinungsmelder: Wie attraktiv ist die Deutsche Bahn?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. Janruar 2022, 15 Uhr