Bedeutender Teil der Infektionen in Bremen wohl von Omikron verursacht

Zwei Füße stoppen vor der Aufschrift "Omikron" auf dem Asphalt
Bild: Imago | Bihlmayerfotografie
  • Omikron verändert das Infektionsgeschehen in Bremen
  • Neue Variante möglicherweise "sehr schnell" dominant
  • Sechs bestätigte Omikron-Fälle in Bremen – 111 Verdachtsfälle

Die neue Corona-Variante Omikron breitet sich in Bremen weiter aus. In den vergangenen Tagen hat die Gesundheitsbehörde mehrmals neue Höchststände bei den Neuinfektionen in der Stadt Bremen gemeldet. Am Mittwoch lag der Höchstwert zuletzt bei 412 Infektionen an einem Tag.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein bedeutender Teil des Zuwachses auf Omikron zurückzuführen ist", sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann. Es sei klar, dass es in Bremen schon Anfang Dezember den ersten Omikron-Fall gegeben habe. Seitdem habe sich das Infektionsgeschehen verändert.

Epidemiologe Zeeb beobachtet Ausbreitung von Omikron mit Sorge

Der genaue Anteil von Omikron lässt sich allerdings nur schätzen: In Bremen gibt es kein Labor, das die aufwendige Untersuchung durchführen kann. So werde nur ein kleiner Teil der positiven Tests sequenziert, sagte Fuhrmann. Aktuell zählt das Gesundheitsressort sechs bestätigte Omikron-Fälle in Bremen und 111 weitere Verdachtsfälle. Omikron werde "sehr schnell" die dominante Variante werden, sagte Fuhrmann. Wann genau, ließe sich wegen fehlender Daten nicht abschätzen.

Der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb beobachtet die Ausbreitung von Omikron mit Sorge. Zwar würden Studien darauf hindeuten, dass die neue Variante des Coronavirus weniger schwere Verläufe hervorrufe. Allerdings seien die Infektionszahlen besorgniserregend. "Insbesondere die kritische Infrastruktur muss sich auf viele Ausfälle durch Quarantänefälle einrichten", warnt Zeeb. Er geht davon aus, dass Omikron im Januar die dominante Variante des Coronavirus in Bremen sein wird.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. Dezember 2021, 19:30 Uhr