Impfung mit AstraZeneca in Deutschland ausgesetzt

  • Deutschland setzt Corona-Impfungen vorsorglich mit AstraZeneca aus
  • Hintergrund sind Berichte über mögliche Komplikationen
  • Mehrere Länder haben Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff bereits gestoppt
Bild: DPA | Francesco Fotia

Auch Deutschland setzt Corona-Impfungen mit dem Präparat des Herstellers AstraZeneca vorsorglich aus. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Montag mit und verwies auf eine aktuelle Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts zu notwendigen weiteren Untersuchungen.

Das Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe halte weitere Untersuchungen für notwendig, heißt es aus dem Bundesgesundheitsministerium. Hintergrund sind Berichte über mögliche Blutgerinsel im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff. Noch am Montagvormittag hatte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums betont, man nehme die Berichte sehr ernst.

Laut Europäischer Arzneimittelbehörde EMA sollen von über 3 Millionen geimpften Menschen 30 eine Thrombose, also ein Blutgerinsel erlitten haben – der Anteil sei nicht höher als er auch ohne Impfung in der Bevölkerung vorkomme. Auch die Weltgesundheitsorgansiation WHO prüft Berichte über die Sicherheit des Impfstoffs, hatte aber bislang keine Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Hersteller bestreitet Risiko

Der britisch-schwedische Hersteller hatte ein erhöhtes Risiko bestritten. Dennoch hatten in den vergangenen Tagen immer mehr Länder in Europa die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff gestoppt – jetzt auch Deutschland.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. März 2021, 19.30 Uhr