Neues Raumschiff mit Bremer Technik soll jetzt am Samstag starten

NASA-Raumschiff Artemis

Neues Raumschiff mit Bremer Technik soll jetzt am Samstag starten

Bild: DPA | Pat Benic
  • NASA nennt neues Zeitfenster für Start der Mond-Mission "Artemis"
  • Technische Probleme an einem Raketentriebwerk verhinderten Start
  • Servicemodul der Rakete wurde in Bremen gebaut

Nach dem fehlgeschlagenen Start der unbemannten Mondmission "Artemis" sieht die US-Raumfahrtbehörde NASA nun den kommenden Samstag als nächstmöglichen Starttermin. Das Team habe nach den Start-Problemen am vergangenen Montag beschlossen, den Ladevorgang mit Treibstoff zu verändern, erklärte Missionsmanager Mike Sarafin. Wesentlicher Bestandteil des Orion-Raumschiffs ist ein von Airbus in Bremen gebautes Servicemodul (ESM). Es soll Orion in die Mondumlaufbahn befördern und auch wieder heraus.

Der Start war unter anderem wegen eines Triebwerk-Lecks, einer zu hohen Temperatur von einem der vier Triebwerke und wegen Wetterproblemen missglückt. Nun sollen die Triebwerke früher im Startprozess heruntergekühlt werden.

Ungünstige Wetterbedingungen könnten Start erneut verzögern

Auch der Start am Samstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral könnte wegen des Wetters aber noch abgesagt werden. Um 14.17 Uhr (20:17 Uhr deutsche Zeit) beginne ein zweistündiges Zeitfenster für einen möglichen Start. 

Der rund 40 Tage dauernde unbemannte Testflug "Artemis I" soll die Rückkehr zu bemannten Flügen zum Mond einläuten. Frühestens 2025 will die NASA mit ihrer Mission "Artemis II" wieder Menschen dorthin schicken, erstmals auch eine Frau und eine nicht-weiße Person. Schon bei früheren Tests waren Probleme aufgetreten und der ursprüngliche Zeitplan hatte sich verzögert. Die "Artemis"-Flüge sollen langfristig auch der Vorbereitung von bemannten Missionen zum Mars dienen.

Enttäuschung bei Airbus in Bremen: Artemis-Mission abgebrochen

Bild: Radio Bremen

Mehr zur Mondmission "Artemis":

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 31. August 2022, 8 Uhr