Wann kann die Nasa-Rakete mit Bremer Technik endlich starten?

Rakete der Nasa-Mondmission Artemis 1
Bild: DPA | Joel Kowsky
  • Nasa-Techniker müssen fehlerhafte Dichtung an der Rakete austauschen
  • Reparatur findet auf der Startrampe statt
  • Technische Probleme verhinderten bisherige Startversuche

Die Rakete der Mondmission "Artemis" wird nach dem zweiten abgebrochenen Startversuch auf der Startrampe repariert. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, soll eine fehlerhafte Dichtung ausgetauscht werden, die den zweiten Startversuch der neuen Mondrakete verhindert hatte. Wann die Reparatur beginnt und wie lange sie dauert, ist nicht bekannt.

Die Nasa hatte die ersten Startversuche der Rakete mit Verweis auf technische Probleme abgesagt. Einen neuen Starttermin nannte die Raumfahrtbehörde noch nicht.

Bremer Technik ist wichtiges Bestandteil der Rakete

Mit der Mondrakete soll auch das Europäische Service-Modul ins All fliegen, das bei Airbus in Bremen entwickelt und gebaut wurde. Die Technik ist das Hauptantriebssystem des Raumschiffs, das die Rakete in die Mondumlaufbahn und wieder zurück auf die Erde befördern soll.

Die unbemannte Rakete soll eine Orion-Kapsel ins All bringen. Anschließend soll die Kapsel den Mond in rund hundert Kilometern Entfernung umkreisen. Die "Artemis"-Mission soll mehrere Wochen dauern. Die Folgemission soll Astronauten in eine Mond-Umlaufbahn bringen, frühestens 2025 sollen dann wieder ein Mensch auf dem Mond landen.

Alexander Gerst womöglich 2025 als Astronaut an Bord

Wer bei der bemannten "Artemis"-Mission mitfliegen wird, steht noch nicht fest. Der frühere ISS-Kommandant Alexander Gerst gilt als aussichtsreicher Kandidat. Die US-Amerikanerin Stephanie Wilson könnte – wenn sie ausgewählt wird – die erste Frau werden, die die Mondoberfläche betritt. Gerst und Wilson haben in dieser Woche gemeinsam ein mehrwöchiges Trainingsprogramm der Nasa begonnen, das die beiden auf eine mögliche Mondmission vorbereiten soll.

Auf dem Programm steht etwa die Auswahl eines geeigneten Landeplatzes für die "Artemis"-Mission und die Planung von Arbeiten auf der Mondoberfläche, wie die Europäische Weltraumorganisation mitteilte. Vom 12. bis 17. September sollen Gerst und Wilson im vor allem in Bayern und teils in Baden-Württemberg gelegenen Nördlinger Ries arbeiten.

Wie die NASA mit Technik aus Bremen zum Mond fliegen will

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. September 2022, 7:30 Uhr