Bremer Ariane-Raketen sollen Amazon-Satelliten ins All tragen

Visualisierung der zukünftigen Startrampe der neuen Ariane-6-Rakete.

Bremens Raketenbauer Arianespace erhält Rekordauftrag von Amazon

Bild: ESA | D. Ducros
  • Unternehmen unterzeichnen Vereinbarung über 18 Ariane-6-Starts.
  • Größter Auftrag in der Geschichte von Arianespace.
  • Projekt soll Satelliten zur Internet-Versorgung in den Orbit bringen.

Der Bremer Raketenbauer Arianespace und der US-Konzern Amazon haben einen Großauftrag für insgesamt 18 Starts der Rakete Ariane 6 unterzeichnet. Das bedeutet, dass auch am Bremer Standort, wo die Oberstufe der Rakete gebaut wird, Arbeit für mehrere Jahre gesichert ist.

Dieser Vertrag, der größte, den wir je geschlossen haben, ist ein großer Moment in der Geschichte von Arianespace.

Stéphane Israël, CEO von Arianespace

Die Starts sollen innerhalb der nächsten drei Jahre vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana stattfinden. Für 16 der 18 Starts will der Bremer Raumfahrtkonzern die neue, verbesserte Trägerrakete Ariane 64 einsetzen.

Ziel ist es, Satelliten für das Kuiper-Projekt in den Orbit zu bringen. Das Amazon-Projekt soll in unversorgten und unterversorgten Regionen weltweit Breitband-Internet zu günstigen Preisen zur Verfügung stellen. Privathaushalte, Schulen, Krankenhäuser, Unternehmen, Regierungen und Institutionen, die bisher nicht ausreichend versorgt waren, könnten bald über das Projekt Kuiper vernetzt sein, so der Konzern.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. April 2022, 19:30 Uhr