15 Anträge wegen möglicher Corona-Impfschäden im Land Bremen gestellt

Ein Impfpass liegt auf einem Tisch.
Bisher wurd im Land Bremen keinem Antrag auf Versorgungsleistungen wegen einer Corona-Impfung stattgegeben. (Symbolbild) Bild: Imago | Lobeca
  • Vier Anträge wegen möglicher Impfschäden abgelehnt.
  • Elf Verfahren werden aktuell noch bearbeitet .
  • Vorübergehende Impfreaktionen gelten nicht als Impfschäden.

Im Land Bremen sind bisher 15 Anträge auf Versorgungsleistungen wegen möglicher Schäden durch Corona-Impfungen gestellt worden. Laut Sozial-Ressort wurden vier Anträge abgelehnt, die elf weiteren sind noch in Bearbeitung. Zuständig ist das Amt für Versorgung, das zum Sozial-Ressort gehört. Zuerst hatte die "Neue Osnabrücker Zeitung" darüber berichtet.

Im Land Bremen wurden laut Robert Koch-Institut bislang 1.471.778 Impfungen durchgeführt. Umgerechnet kommen also im Schnitt auf einen Antrag 98.118 Impfungen.

Gut 1.200 Anträge bundesweit

Die Behörde erklärt, dass Impfreaktionen, die vorübergehend sind, nicht als Impfschäden gelten. Für einen Impfschaden müssten die gesundheitlichen Schädigungen länger als sechs Monate andauern und direkt auf die Impfung zurückzuführen sein. Dies wird anhand von Krankenunterlagen sowie Arzt- und Krankenhausberichten geprüft. "Dabei reicht als Beweismaßstab die Wahrscheinlichkeit aus. Das bedeutet, dass die Impfung als Ursache für eine gesundheitliche Schädigung anerkannt wird, wenn mehr dafür spricht als dagegen", teilte ein Sprecher mit.

Wird ein Impfschaden anerkannt, können die Versorgungsleistungen laut Sozialbehörde je nach festgestelltem Grad der Schädigung zwischen 156 und 811 Euro im Monat liegen. In Einzelfällen könnten weitere Leistungen hinzukommen.

Bundesweit wurden seit Beginn der Impf-Kampagne bisher 1.219 Anträge wegen möglicher Impfschäden gestellt, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". 54 Fälle sind demnach abgearbeitet – von denen 18 Fälle bewilligt wurden. Dem stehen rund 155,4 Millionen Impfungen gegenüber, was umgerechnet 127.500 Impfungen pro Antrag entspricht.

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Bild: DPA | Peter Kneffel

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 14. Januar 2022, 23:30 Uhr