Bremerhavener "Alex II" erhält neue Segel – das passiert mit den alten

Ein Schiff mit grünen Segeln fährt über das Meer.
Die markanten grünen Segel der "Alex II" haben einen hohen Wiedererkennungswert.

Bremerhavener "Alex II" erhält neue grüne Segel – so enden die alten

Bild: Erlebnis Bremerhaven | Maurizio Gambarini

Sie ist bekannt als das Schiff mit den grünen Segeln – die "Alexander von Humboldt II" mit Heimathafen Bremerhaven. Nun wird das Flaggschiff der "Maritimen Tage" neu ausgestattet.

Die "Alexander von Humboldt" ist wohl eine der bekanntesten Werbeikonen Bremens. Sie liegt unweit der Beck’s-Brauerei an der Schlachte, deren Werbebotschafter sie seit langem ist. Ihr Nachfolger, genannt "Alex II", ist eines der Aushängeschilder der gestern gestarteten "Maritime Tage" in Bremerhaven. Nun bekommt die Bark neue grüne Segel.

Segel so groß wie fünf Tennisplätze

Ein grünes Segelschiff liegt im Hafen.
Während der "Maritimen Tage" in Bremerhaven ist die "Alexander von Humboldt II" im Neuen Hafen zu besichtigen. Bild: Radio Bremen | Joschka Schmitt

Zwar war im Rahmen des Hafenfestes am Donnerstagnachmittag zur offiziellen Segelübergabe geladen worden, das Material selbst befindet sich allerdings noch in Produktion. "Die neuen Segel sind im Moment auf dem Weg von Spanien über Bremerhaven nach Polen", sagt Jürgen Hinrichs, Vorstandssprecher der Deutschen Stiftung Sail Training (DSST), die die "Alex II" als Schulschiff betreibt. Im März sollen sie dann endgültig aufgezogen werden.

Es ist nach 2015 und 2019 bereits der dritte Satz, den die "Alex II" seit ihrer Indienststellung 2011 bekommt. Ingesamt gehören 24 große und kleine Segel zu einer Garnitur, mit einer Fläche von 1.360 Quadratmetern – fünfmal so groß, wie ein Tennisplatz. Den Austausch lässt sich der Beck’s-Mutterkonzern als Sponsor einen sechsstelligen Betrag kosten.

Genaue Zukunft der Segel bleibt noch geheim

Schon in den 1980er Jahren setzte die Biermarke "Alexander von Humboldt" ein, laut Unternehmen als Symbol für ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Beck’s ohne das Beck’s-Schiff mit seinen grünen Segeln sei wie Bremen ohne Seefahrt oder die Weser, sagt Fried-Heye Allers von Anheuser-Busch InBev, das die Brauerei vor 20 Jahren aufkaufte.

Weggeschmissen werden soll der alte Satz Segel laut Hinrichs übrigens nicht. Ein Teil müsse immer mal wieder ausgetauscht werden. Die Segelreste bleiben also als Ersatz erhalten. Außerdem sei ein Projekt geplant, bei dem aus dem alten Segeltuch der "Alex II" etwas Neues produziert und verkauft werden soll. "Wir wollen Ideen sammeln und sie dann kommerziell umsetzen", sagt Hinrichs. Laut Allers könnten zum Beispiel Taschen daraus werden. Weitere Einzelheiten sind allerdings noch geheim.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 12. August 2021, 15:10 Uhr