Bremer Senat berät heute über Situation am Hauptbahnhof

Der Bremer Hauptbahnhof am Morgen.
Bild: Radio Bremen | Milan Jaeger
  • Innensenator Mäurer will Betteln auf dem Bahnhofsvorplatz verbieten
  • Hilfsangebote sollen auch ausgebaut werden
  • Senat will heute über Vorschläge entscheiden

Der Bremer Senat will am Hauptbahnhof das Sicherheitsgefühl für Passanten erhöhen. Immer wieder hat es in der Vergangenheit Beschwerden, über Verschmutzung oder Belästigungen hauptsächlich durch drogen- und alkoholabhängige Menschen gegeben. Heute will der Bremer Senat über die Verbesserungsvorschläge der Innenbehörde beraten und entscheiden.

Die Innenbehörde will laut Vorlage das Betteln auf dem Bahnhofsvorplatz verbieten. Unter anderem deshalb soll es in den Hauptzeiten mehr Ordnungspersonal dort geben. Außerdem soll der sogenannte Szenetreff für Süchtige und Wohnungslose länger öffnen. Bisher schließt die Einrichtung werktags um 13 Uhr, künftig soll das erst um 20 Uhr der Fall sein. Auch sind mehr Sozialarbeiter geplant, um auf die Süchtigen zugehen und ihnen Hilfe anbieten zu können.

Maßnahmenpaket umfasst zwei Millionen Euro

Daneben machen Urin-Verschmutzungen große Probleme. Von daher sollen die provisorischen Urinale auf dem Bahnhofsvorplatz fest installiert werden, zwei zusätzliche sind auch geplant. Alle vier müssten dann zweimal täglich gereinigt werden, so die Pläne der Innenbehörde.

Die gesamten Maßnahmen kosten in diesem und im nächsten Jahr zwei Millionen Euro. Dafür ist im Landeshaushalt kein Geld eingeplant. Deshalb soll das über den Bremen Fonds finanziert werden. Ab 2024 fallen dann jährlich voraussichtlich knapp 900.000 Euro an.

So könnte das Bremer Bahnhofsumfeld sicherer gemacht werden

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Januar 2022, 19:30 Uhr