Coronageschichten

Florians Traum von der Junioren-WM im Rudern ist geplatzt

Ein blonder Junge mit Brille trainiert mit einem Rudergerät in seinem Zimmer
Florian hatte das große Ziel, in diesem Jahr in der Juniorenklasse im Rudern durchzustarten und Deutschland auf der Junioren-WM zu vertreten. Bild: Thomas

Thomas, 51 Jahre, aus Bremen
"Meine Coronageschichte handelt von meinem Sohn. Er hätte in diesem Jahr die Möglichkeit gehabt, in der Juniorenklasse im Rudern durchzustarten und Deutschland auf der Junioren-WM zu vertreten. Schon seit 2019 arbeitet er mit Hochdruck an diesem Ziel. Er wurde Bremer Landesmeister im Einer und Doppelzweier in seiner Klasse. Vom Deutschen Ruderverband wurde er sogar in den Nationalkader aufgenommen und zu diversen Trainingseinheiten eingeladen.

Aber dann kam Corona und die Nachricht, dass alle Qualifikationsrennen sowie die deutsche Juniorenmeisterschaft ausgesetzt würden. So wie bei vielen praktizierenden und angehenden Leistungssportlern entstand ein großes Loch. Hinzu kommt, dass mein Sohn nicht einfach sagen kann, dass er dann nächstes Jahr wieder in der Juniorenklasse mitmacht, weil er dann mit seinen 18 Jahren zu alt wäre.

Um in der nächsten Klasse angreifen zu können, müsste er jetzt schon trainieren. Sein Verein will ihn auch mit einem für ihn angeschafften Einer unterstützen. Das ist leider durch die Schließung der Sportstätten nicht möglich, obwohl er im Einer-Training schon allein von der Sache her sämtliche Kontaktauflagen erfüllen würde. Und in solch einer Situation haut dann die angestrebte Sonderstellung für die Erstliga-Fußballvereine natürlich besonders rein." (E-Mail vom 7. April 2020)

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Bremen Vier läuft, 8. April 2020, 17:15 Uhr