Coronageschichten

Tala und sein Verein nähen kostenlose Masken aus afrikanischen Stoffen

Ein Afrikaner mit roter Mütze, dunkler Sonnenbrille und buten Mundschutz schaut in die Kamera. Er steht vor einem Baun und einem Haus.
Chief Tala hat mit seinem Kulturverein Masken aus bunten afrikanischen Stoffen genäht. Bild: Chief Tala

Tala, aus Bremen
"Ich lebe seit 1988 in Bremen und bin der 1. Vorsitzende des Pan-Afrikanischen Kulturvereins Bremen. Dieses Jahr hat sich durch die Corona-Pandemie alles verändert – auf der ganzen Welt. Ich bin froh, dass es in Bremen und Bremerhaven nicht so schlimm ist und die Menschen hier sehr diszipliniert sind. Sie halten sich größtenteils an die Regeln.

Für uns Afrikaner ist es gerade sehr sehr schwer, da wir daran gewöhnt sind mit Familie, Freunden und Bekannten zusammenzukommen und uns austauschen. Das ist auch ein Grund, warum wir im Sommer jedes Jahr ein Fußballturnier organisieren, den pan-afrikanischen Fußball-Cup. Dieses Jahr haben wir als Verein schon vor Corona beschlossen, dass dieses Turnier nicht stattfinden wird – es haben sich zu wenig Leute engagiert. Ich bin auch nicht mehr der Jüngste, genauso wie viele meiner Kollegen.

Zusammen haben wir nun beschlossen Mundschutzmasken zu nähen. Wir haben diese Masken aus afrikanischen Stoffen von einer Frau aus unserem Verein nähen lassen – kostenlos für jeden.

Wir wünschen, dass alle gesund und glücklich bleiben."

(Sprachnachricht vom 6. Mai 2020)

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Mittag, 6. Mai 2020, 12:38 Uhr