Coronageschichten

Sabine überspielt "Bad Hair Days" mit Mützen und Tüchern

Eine jung gebliebene blonde Frau mit blauem Pullover und weißem Kopftuch blickt in die Kamera. Sie trägt roten Lippenstift.
Sabine kommt seit Wochen nicht mehr zum Friseur und hat täglich einen "Bad-Hair-Day". Bild: Sabine

Sabine, 44 Jahre, aus Bremen
"Wie so viele andere Frauen komme ich seit Wochen nicht zum Friseur und habe inzwischen täglich 'Bad-Hair-Day'. Ich bin alleinerziehende Single-Mama zweier Pubertiere. Eines meiner Kinder hat normalerweise in der Schule einen persönlichen Assistenten und Homeschooling ist schon mit einem Kind nicht einfach. Daher bin ich momentan in Kurzarbeit. Ich versuche, positiv zu bleiben und fülle mein Corona-Glas mit positiven Erlebnissen und Erfahrungen.

Ich hatte vor zwei Jahren Brustkrebs und nutze meine Erfahrungen mit doofer Frisur. Das ist immer noch besser als ganz ohne Haare während der Chemo. Inzwischen habe ich diverse Outfits mit Tüchern und Mützen kreiert für jeden Anlass. Ich habe welche zum Einkaufen gehen, für den Gang zum Mülleimer, zum Sport machen oder Spazierengehen, wo es gern etwas eleganter sein darf. Sogar zum Rumgammeln oder Putzen. Und wenn alle Stricke reißen sollten, kann ich immer noch meinen Fiffi aufsetzen. Passt auf euch auf und bleibt gesund!"

(E-Mail vom 18. April 2020)

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. März 2020, 19:30 Uhr