Coronageschichten

Durch eine Website sollen Gastronomen wachsen statt eingehen

Eine schlanke Frau mit schwarzen Haaren sitzt lächelnd in weißem T-Shirt und schwarzer Jeans auf einem Desegnerstuhl auf hellbraunem Holzboden vor einer weißen Wand
Nicole aus Bremen hat die Seite www.bremerlokalhelden.de aufgebaut, um Gastronomen, Helfern in der Krise wie Krankenhausmitarbeitenden und Bedürftigen gleichermaßen zu helfen. Bild: Nicole

Nicole, 44 Jahre, aus Bremen
"Durch einen schweren privaten Schicksalsschlag vor nicht allzu langer Zeit, kenne ich das Gefühl nur zu gut, wie erstarrt zu sein und den richtigen Antrieb nur ganz schwer wiederzufinden. Nach den Kontaktbeschränkungen vor ein paar Wochen hat es auf einen Schlag um mich herum gerade in Cafés und Restaurants viele Menschen in eine ähnliche Starre versetzt, und die hat mich angetrieben etwas zu tun, um hier in Bremen in Gemeinschaft für eine Bewegung zu sorgen, die möglichst allen Betroffenen auf einmal hilft. Und das ohne, dass sie irgendeinen Betroffenen Geld kostet.

Auf meinem Instagram-Account entstand ein reger Austausch, der zeigte, dass die Bremer sich eine Möglichkeit wünschen, sich einen einfachen Überblick über das Restaurantangebot machen zu können, um Take-Away-Essen zu ordern. Daneben kam der Vorschlag, dass Restaurants den Hilfsinstitutionen, Krankenhäusern und Rettungsstationen Speisen vermitteln, um auch Bedürftigen weiterhelfen zu können.

Ich habe mit meiner Idee eigentlich nur alle drei Felder zusammenschalten wollen, um eine 'win-win-win-Situation' zu schaffen. Restaurants können ihre eigenen Umsätze erhöhen und der zum Spenden bereitstehende Bremer kann über die Auslösung seiner eigenen Bestellung dafür sorgen, dass Bremer Organisationen und andere Einrichtungen Speisen zugespielt werden - ohne dass die Kosten auf dem Rücken der Gastronomen ausgetragen werden müssen.

Gedacht war die Idee relativ schnell. Die Umsetzung, sprich Programmierung einer Website mit ausgefeiltem System, brauchte dann doch ein mehrköpfiges Team, welches mir ein guter Freund zur Seite gestellt hat.

In reiner Fleißarbeit haben wir dann an mehreren Tagen und Nächten dafür gesorgt, dass die Website www.bremerlokalhelden.de online gegangen ist. Wir wünschen uns von Herzen, dass sich alle Restaurants, die sich bisher noch nicht in unserem Projekt wiederfinden, melden. Dieses Projekt soll als echte Gemeinschaft in dieser schweren Zeit für eine gewinnbringende Bewegung aller Beteiligten sorgen, um im Moment zu wachsen statt einzugehen."

(Sprachnachricht vom 23. April 2020)

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. März 2020, 19:30 Uhr