Coronageschichten

Ohne Fitnessstudio und Sporthalle: Mustafa trainiert trotzdem

Video vom 11. Mai 2020
Ein junger Mann macht Handstand
Eigentlich wollte Mustafa nach einer Knieverletzung jetzt wieder richtig fit werden - jetzt macht das beste draus. Bild: Mustafa

Mustafa, 24 Jahre, aus Bremerhaven
"Etwa ein Jahr ist es her, dass ich mich am Knie verletzt habe. Seit das mit Corona angefangen hat, kann ich nicht ins Fitnessstudio oder in die Sporthalle gehen. Eigentlich wollte ich jetzt wieder richtig fit werden.

Zu Hause bei mir habe ich ein paar Möglichkeiten, um trotzdem Sport zu machen. Beispielsweise mit Matten, das ist sicherer als draußen auf dem harten Boden. Und ich versuche zu joggen, mache Liegestütze, Sit-ups, Kniebeugen - all die konventionellen Trainingsmöglichkeiten.

Im Bürgerpark in Bremerhaven gibt es viele Geräte, an die ich gehen kann: Ich mache Klimmzüge oder Stabilisationsübungen an den Bänken. Draußen gibt es genug Möglichkeiten zu trainieren.

Nur wegen dieser ganzen Coronageschichte muss ich ja nicht aufhören - man muss irgendwie weitermachen. Ich mach jetzt momentan alles der Situation entsprechend. Auch wenn es blöd ist. Vorher war es einfacher, das ist völlig klar.

Was will man machen? Zu Hause rumsitzen und vor der Glotze hängen? Ich mach weiter. Aber draußen kann ich mich einfach schneller verletzen. Und ich kann jetzt halt nicht so viele neue Dinge trainieren, weil ich draußen keine weichen Matten habe, um mal was auszuprobieren. Aber die Sachen, die ich kann, kann ich verbessern und mich darauf konzentrieren. Ich mache das Beste daraus."

(E-Mail vom 27. April 2020)

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der neue Morgen, 22. April 2020, 6:15 Uhr