Coronageschichten

Optiker Kristian wird wegen der Maskenpflicht angefeindet

Auf einem weißen Tisch liegt eine Brille mit schwarzem Rand. Daneben liegt eine medizinische Maske aus Papier.
Kristian wünscht sich als Optiker mehr Verständnis für die Masken. Bild: Kristian

Kristian, aus Bremen
"Als Optiker hatten wir auch weiter geöffnet als die meisten Geschäfte geschlossen waren. Wir haben die Notversorgung für die systemrelevanten Berufe sichergestellt. Jetzt haben wir etwas erweiterte Öffnungszeiten, wir sind aber trotzdem eingeschränkt: Alle müssen einen Mundschutz tragen.

So ist der Brillenkauf wirklich sehr sicher – das kann man schon sagen. Was bei uns eingeschränkt ist: Die Kontaktlinsenanpassung und Sachen, die sehr nah an unseren Kunden sind – darauf müssen wir momentan verzichten.

Schade für uns im Einzelhandel ist, dass wir sehr häufig angefeindet werden – aufgrund der Maskenpflicht. Dafür können wir als Mitarbeiter aber nichts, das ist eine behördliche Anordnung. Für uns wäre ein bisschen mehr Verständnis von den Kunden wünschenswert.

Eine Maske zu tragen ist an sich schon sehr unangenehm, keine Frage. Aber: Wir müssen sie alle tragen. Wir in den Geschäften müssen die Maske den ganzen Arbeitstag lang tragen. Das sind bis zu acht oder zehn Stunden, und da wäre es einfach schön, wenn man ein bisschen mehr Verständnis von allen bekommen würde."

(Sprachnachricht vom 10. Mai 2020)

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Mittag, 6. Mai 2020, 12:38 Uhr