Coronageschichten

Erster Besuch beim ersten Enkel: Freudentränen bei den Schwiegereltern

Füße eines Babys
Die erste Zeit mit dem ersten Kind: Etwas Besonderes. Auch wenn es der erste Enkel ist, so wie für Gabys Schwiegereltern. Bild: DPA | Uwe Anspach

Gaby, aus Geestland:
"Am 27. März ist unser erster Sohn Luke geboren worden - zwei Wochen zu früh. Meine Schwiegereltern leben in Bayern und wollten um den 20. April zu uns hoch kommen, aber zu der Zeit war in Bayern noch die Ausgangsbeschränkung in Kraft. So konnten Sie erst am 7. Mai kommen - einen Tag nach der Lockerung in Bayern und sechs Wochen nach der Geburt.

Rund um die Geburt hatten wir aber richtig Glück. Andere Frauen haben sich große Sorgen gemacht, weil oft nicht klar war, ob und wie der Mann bei der Geburt dabei sein kann. Aber im Klinikum Reinkenheide in Bremerhaven war zu unserer Zeit im März schnell klar, dass mein Mann von Anfang bis Ende dabei sein darf und auch auf der Wochenbett-Station da sein kann.

Es ist unser erstes Kind und für meine Schwiegereltern auch das erste Enkelkind. Meine Eltern hatten Glück, sie wohnen hier im Dorf und meine Mutter konnte mir viel helfen zu Beginn.

Für meine Schwiegereltern war es aber sehr sehr belastend, dass sie erst nicht kommen konnten. Wir haben jeden Tag einen Video-Anruf gemacht, dass sie ihn überhaupt sehen konnten. Und als die Beschränkungen aufgehoben wurden, habe ich meiner Schwiegermutter einen Screenshot der Nachricht geschickt und sie ist sofort zur Arbeit, hat ihren ganzen Dienstplan umgeschmissen, damit sie das Wochenende herkommen konnten.

Als sie hier waren, sie waren nichtmal richtig aus dem Auto raus, da hat Schwiegermama schon geweint. Sie war so voller Freude. Die beiden haben sich dann toll um Luke gekümmert - wir mussten ihn gar nicht anfassen, sie waren sofort da."

(Interview vom 16. Juni 2020)

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. April 2020, 19:30 Uhr