Coronageschichten

Im Landpark Lauenbrück vermissen die Tiere ihre Besucher

Drei St.Kilda Schafe stehen auf einer Weide. Das Mutter-Tier hat graues Fell und das eine der beiden Jungtiere schwarzes, das andere weißes Fell mit schwarzen Flecken
Im Landpark Lauenbrück sind in diesem Frühjahr wieder einige Jungtiere auf die Welt gekommen. Darunter auch diese "St. Kilda Schaf"-Zwillinge. Bild: Friedrich-Miachel

Friedrich-Michael vom Landpark Lauenbrück
"Seit knapp sieben Wochen müssen wir die Tore des Landparks Lauenbrück geschlossen halten. Wir dürfen keine Besucher einlassen und die Frage ist nun: Wie gehen die Tiere mit dieser Situation um? Unsere Tierpfleger sind natürlich im leeren Park unterwegs, und wenn der Futterwagen rumfährt ist das ein echtes Highlight für die Tiere. Dann kommen sie aus den letzten Winkeln angelaufen. Wir haben große Koppeln und Weideflächen und die Tiere stehen dann am Zaun. Die Schafe blöken, die Pferde wiehern, die Kühe muhen und danach ist wieder Ruhe.

Die Tiere, so habe ich den Eindruck, vermissen die Gäste. Wenn man seinen Kontrollgang alleine durch den Park geht, wird man genau von ihnen beobachtet: Wer ist das? Kenne ich die Bewegungen? Ist er ungewöhnlich? Das macht sich durchaus bei den Tieren bemerkbar, und ich denke mir sie werden wieder sehr viel zutraulicher, wenn erst wieder mehr Gäste kommen, von denen sie ja auch hin und wieder mal ein Leckerli oder eine Streicheleinheiten bekommen.

Wir haben im Moment den Beginn der Jungtierphase und somit einige Lämmer bei unterschiedlichen Schafen. Wir haben verschiedene Schafrassen und alte vom Aussterben bedrohte Jungtierrassen. Weitere Jungtiere folgen dann so im Frühsommer, das ist dann ein wenig saisonal bedingt."

(Sprachnachricht vom 29. April 2020)

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. März 2020, 19:30 Uhr