Coronageschichten

Besuch im Heim: Sich wieder in die Augen schauen – durch eine Scheibe

Eine alte Frau bekommt Besuch von ihrer Tochter im Altenheim
Sich endlich wieder in die Augen schauen – wenn auch durch eine Plexiglasscheibe. Darüber freuten sich Mutter und Tochter. Bild: Christiane

Christiane, aus Bremen
"Sich endlich ohne Maske sondern von Angesicht zu Angesicht sehen konnten sich Mutter und Tochter im Haus am Kirchweg  in der Bremer Neustadt. Beide freuten sich enorm, sich in die Augen zu schauen und miteinander sprechen zu können – wenn auch durch eine Plexiglasscheibe. Mehr lassen die Bestimmungen derzeit nicht zu.

Die Zeit ohne Angehörigenbesuch ist wie in allen Altenhilfeeinrichtungen auch für unsere Bewohner*innen im Haus am Kirchweg und ihre Angehörigen sehr lang geworden. Sie alle sehnen die in den Medien bereits angekündigten Lockerungen des Besuchsverbots herbei.

So suchen wir verantwortbare Wege, Kontakte zu ermöglichen bei gleichzeitig größtmöglichem Schutz für die besonders durch Corona gefährdeten Menschen, die bei uns leben. Daher haben wir einen Besuchsplatz eingerichtet, an dem Angehörige ihre Lieben treffen können, ohne das Haus zu betreten. Eine Plexiglasscheibe gewährleistet den Infektionsschutz, so dass man sich hier endlich einmal ohne Maske sehen kann.

Wir hoffen, dass viele Angehörige diese Möglichkeit nutzen und unsere Bewohner*innen besuchen kommen. Trotzdem freuen wir uns weiterhin über Briefe mit Grüßen an die Senioren und Seniorinnen im Haus am Kirchweg."

(E-Mail vom 8. Mai 2020)

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. März 2020, 19:30 Uhr