Coronageschichten

So nutzen zwei Musikerinnen der Philharmoniker die konzertfreie Zeit

Video vom 27. April 2020
Zwei weibliche Frauen sitzen weit auseinander in verschiedenen Räumen und spielen mit ihrem Cello.
Bild: Radio Bremen

Caroline und Karola aus Bremen
"Seit Mitte März steht der Kulturbetrieb still, was für alle Kulturschaffenden eine ungewöhnliche und besorgniserregende Erfahrung ist. Wir standen mit unserem Orchester, den Bremer Philharmonikern und dem Theater Bremen, kurz vor der Premiere zum 'Falstaff', einer wirklich tollen Produktion. Mit meinem Streichquartett habe ich mich in den Endproben zu einem sehr schönen Kammermusikkonzert befunden. Solche Sachen nicht aufführen zu können schmerzt persönlich sehr. Aber wir hoffen natürlich, dass wir all diese Dinge bald nachholen und sie mit einem großen Publikum teilen können.

Auch für uns wird diese Coronazeit geprägt von Homeschooling, Distanz, Kinderbetreuung, endlich mal wieder Zeit für Sport und einer Art Homeoffice. Sich als Musiker in aller Ruhe ohne Druck mit der Technik seines Instrumentes, aber auch mit musikalischer Literatur zu beschäftigen, die sonst aus zeitlichen Gründen liegen bleibt, ist eine gute Sache. Aber wir sind Musiker geworden, um mit anderen gemeinsam Musik zu machen, etwas, was gerade sehr fehlt. Daher haben wir überlegt, wie man soziale Distanz, Üben, aber auch das gemeinsame Musizieren mit viel Freude unter einen Hut bekommen kann."

(E-Mail vom 16. April 2020)

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. März 2020, 19:30 Uhr