Coronageschichten

Andrea fühlt sich immer noch wie in einem schlechten Film

Selfie einer Frau und eines Manns in Motorrad-Outfit.
Andrea und ihr Mann sind Ostern dieses Jahr nur zu zweit und unternehmen vielleicht eine kleine Tour mit dem Motorrad. Bild: Andrea

Andrea, 58 Jahre, aus Oyten:
"In diesem Jahr ist alles anders. Wer hätte noch vor einem halben Jahr gedacht, dass in Kürze nur noch die nötigsten Dinge möglich sein werden und wir den Kontakt zu unseren Liebsten auf ein Minimum beschränken müssen? Mir kommt es immer noch vor wie in einem schlechten Traum oder Film. Nur leider gibt es kein Erwachen aus diesem Traum. Das geplante Osterfest mit der Familie fällt nun leider aus. Was aber für mich noch schlimmer ist, ist, dass meine Enkelin am Ostersamstag sechs Jahre alt wird und wir diesen Tag nicht wie gewohnt mit ihr verbringen oder sie in den Arm nehmen können.

Ich weiß nicht, ob es mir emotional möglich ist über den Gartenzaun zu gratulieren – es wird wohl eher auf einen Videoanruf hinauslaufen. Mein Mann und ich halten uns sehr an die empfohlene Kontaktsperre und machen uns die Tage so schön wie möglich. Es wird gegrillt, Rad gefahren und manchmal machen wir eine kleine Tour mit dem Motorrad. Ich hoffe, dass wir alle diese Krise schnellstmöglich hinter uns lassen und möglichst viele Personen alles gesund überstehen. in diesem Sinne: Frohe Ostern und erholsame Tage für alle!" (via Facebook am 9. April 2020)

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. März 2020, 19:30 Uhr